Sechsjähriger verschwand nach Suizid seiner Mutter
Der Fall Timmothy Pitzen beschäftigt die USA seit über einem Jahrzehnt
Veröffentlicht 6. Juni 2025

Falldetails
Quick Facts
Klassifizierung:
Am 11. Mai 2011 holte Amy Fry-Pitzen ihren sechsjährigen Sohn Timmothy James Pitzen von seiner Schule in Aurora, Illinois, ab. Gegenüber dem Schulpersonal gab sie einen familiären Notfall als Grund an und verließ mit dem Jungen das Schulgelände.
Drei Tage auf Reisen
In den folgenden drei Tagen reisten Mutter und Sohn durch Illinois und Wisconsin und besuchten dabei verschiedene Freizeit- und Wasserparks. Die letzte bestätigte Sichtung der beiden datiert auf den 13. Mai 2011 im Kalahari Resort in Wisconsin Dells.
Mutter tot aufgefunden – Abschiedsbrief hinterlassen
Am 14. Mai 2011 wurde Amy Fry-Pitzen in einem Hotelzimmer in Rockford, Illinois, tot aufgefunden. Als Todesursache wurde Suizid festgestellt. Sie hinterließ einen Abschiedsbrief, in dem sie schrieb, Timmothy sei in Sicherheit – er werde jedoch niemals gefunden werden.
Zeitlinie
Timmothy wird von der Schule abgeholt
Amy Fry-Pitzen holt ihren sechsjährigen Sohn Timmothy von der Greenman Elementary School in Aurora, Illinois, ab und gibt einen familiären Notfall als Grund an.
Beginn des Roadtrips
Mutter und Sohn beginnen eine dreitägige Reise durch Illinois und Wisconsin, besuchen Vergnügungsparks und Wasserparks.
Letzte bestätigte Sichtung
Amy und Timmothy werden zuletzt gemeinsam im Kalahari Resort in Wisconsin Dells gesehen.
Amy wird tot aufgefunden
Amy Fry-Pitzen wird tot in einem Hotelzimmer in Rockford, Illinois, aufgefunden. Sie hat sich das Leben genommen und einen Abschiedsbrief hinterlassen.
Großfahndung nach Timmothy
Die Polizei leitet eine intensive Suche nach dem vermissten Timmothy ein. Es gibt keine Spur von dem Jungen.
Falscher Timmothy taucht auf
Ein 23-jähriger Mann gibt sich in Kentucky als Timmothy aus. DNA-Tests widerlegen die Behauptung schnell.
13 Jahre verschwunden
Timmothy bleibt weiterhin verschwunden. Die Ermittlungen dauern an, der heute 19-Jährige wurde nicht gefunden.
Von dem Jungen fehlte ab diesem Zeitpunkt jede Spur. Vermisste Kinder USA
Vater glaubt an Entführung
Timmothys Vater James Pitzen ist überzeugt, dass seine Frau den Jungen nicht getötet, sondern einer anderen Person übergeben hat. Diese Einschätzung stützt er unter anderem auf den Wortlaut des Abschiedsbriefs. Elterliche Entführung
Im Rahmen der Ermittlungen wurde Blut in Amys Auto gefunden. Familienmitglieder führten diesen Fund auf ein Nasenbluten zurück.
Amy Fry-Pitzen hatte in der Vergangenheit bereits einen Suizidversuch unternommen und litt an einer psychischen Erkrankung.
Falscher Timmothy taucht auf
Im April 2019 meldete sich ein 23-jähriger Mann in Kentucky und behauptete, Timmothy Pitzen zu sein. DNA-Tests widerlegten diese Aussage rasch. Falsche Identität Vermisstenfälle
Bis heute vermisst
Mehr als ein Jahrzehnt nach seinem Verschwinden ist Timmothy Pitzen weiterhin als vermisst registriert. Die Ermittlungen sind nach wie vor offen. Hinweise, die zu seinem Aufenthaltsort führen könnten, werden weiterhin gesucht.
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