Serie2024

Manvat Murders: Zehn Ritualmorde erschütterten Indien

Eine neue True-Crime-Serie auf SonyLIV rekonstruiert eine der dunkelsten Verbrechensserien der indischen Kriminalgeschichte

★ IMDb 7,2Streamt auf SonyLIV
Regie/Produktion
Ashish Avinash Bende

Fakten

SeriennameManvat Murders
PlattformSonyLIV
SpracheMarathisch
Anzahl Episoden8
TatortManwat, Distrikt Nanded, Maharashtra, Indien

Die marathischsprachige True-Crime-Serie Manvat Murders auf SonyLIV beleuchtet eine der erschütterndsten Verbrechensserien der indischen Geschichte: zehn okkulte Ritualmorde an Frauen und Mädchen im Dorf Manwat im Bundesstaat Maharashtra, begangen zwischen dem 14. November 1972 und dem 4. Januar 1974. Die acht Episoden basieren auf den Memoiren des Ermittlers, der den Fall schließlich löste, und verbinden dramatische Rekonstruktionen mit dokumentarischen Elementen.

Worum geht es in der Serie?

Manwat ist ein kleines Dorf im Distrikt Nanded in Maharashtra — und wurde Anfang der 1970er-Jahre zum Schauplatz einer Verbrechensserie, die in der indischen Kriminalgeschichte ihresgleichen sucht. Die Täter ermordeten zehn Frauen und Mädchen im Rahmen okkulter Rituale, die angeblich dämonische Kräfte durch Schwarzmagie beschwören sollten.

Die Serie folgt dem Ermittlungsverfahren, dem Prozess und den grauenhaften Verbrechen, die Schwarzmagie, Blutrituale und Serienmorde an Frauen aus der Dorfgemeinschaft umfassten. Produziert wurde sie von Storyteller's Nook mit einem hochkarätigen marathischen Schauspielensemble. True Crime Serien Asien

Die Verbrechen im Detail

Zu den Opfern zählen unter anderem das etwa zehn Jahre alte Mädchen Shakila Allaudin, das am 9. Dezember 1972 verschwand, sowie Haribai und ihre beiden Töchter, die alle drei ermordet wurden. Auch mindestens ein namentlich nicht bekanntes Säuglingmädchen fiel den Tätern zum Opfer. Die Methoden waren brutal: Opfer wurden erwürgt oder mit einer Axt erschlagen; laut Gerichtsakten wurde ihren Körpern im Rahmen der Rituale Blut entnommen.

Hauptdrahtzieher war ein lokaler Bauer, der tief in Schwarzmagiepraktiken verstrickt war, sowie Rukhmini Kale. Der eigentliche Ausführer der Morde war Sopan Thote, der von dem Bauern angeheuert worden war. Ein örtlicher Helfer namens Ganpat Salve und ein Diener namens Shankar Gyanoba Kate unterstützten die Gruppe bei Logistik und Ritualen. Okkulte Morde

Der Ermittlungsdurchbruch

Die örtliche Polizei stand dem Fall zunächst machtlos gegenüber. Erst als Ramakant Kulkarni von der Special Crime Branch die Ermittlungen übernahm, gelang der entscheidende Durchbruch. Zu den Beweismitteln zählten blutbefleckte Kleidung, Bissspuren, Blutgruppenanalysen und okkulte Ritualgegenstände. Die Mitangeklagten Ganpat und Shankar wurden zu Kronzeugen und trugen maßgeblich zur Verurteilung bei.

Der Prozess begann Ende 1974 und erregte landesweites Aufsehen. Am 20. November 1975 fiel das Urteil: Todesstrafe für die drei Haupttäter — darunter Rukhmini Kale und Sopan Thote. Vier Mitangeklagte erhielten lebenslange Haftstrafen, zehn weitere wurden mangels ausreichender Beweise freigesprochen. Der Oberste Gerichtshof Indiens bestätigte die Todesurteile. Alle Verurteilten sind inzwischen verstorben. Todesstrafe Indien

Produktion und Besetzung

Die Serie wurde nach einem Drehbuch von Girish Joshi inszeniert und unter dem Banner von Storyteller's Nook produziert. Als literarische Vorlage dienen die Erinnerungen von Ramakant S. Kulkarni, was der Serie eine enge Anbindung an die tatsächliche Ermittlung aus der Perspektive des Ermittlers selbst verleiht.

Die Besetzung ist hochkarätig: Ashutosh Gowariker, international vor allem als Regisseur von Lagaan bekannt, spielt eine zentrale Rolle. Weitere Darsteller sind Sai Tamhankar, Makarand Anaspure, Sonali Kulkarni und Kishor Kadam. Das starke Ensemble war ein wesentliches Aushängeschild der Produktion, die auf den historischen Schockwert des Falls setzt.

Dass die Serie auf Marathisch produziert wurde — der Hauptsprache Maharashtras — verankert sie kulturell und sprachlich tief in der Region, in der die Verbrechen begangen wurden, und richtet sich an ein Publikum, das einen unmittelbaren Bezug zu dieser Gemeinschaft hat.

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