West of Memphis: Der Dokumentarfilm über die West Memphis Three
Peter Jacksons Dokumentarfilm über einen der umstrittensten Justizfälle der USA
Der Dokumentarfilm „West of Memphis“ aus dem Jahr 2012 taucht ein in einen der umstrittensten Justizfälle der USA – den Fall der West Memphis Three. Im Jahr 1994 wurden drei Teenager – Damien Echols, Jason Baldwin und Jessie Misskelley Jr. – verhaftet und wegen des brutalen Mordes an drei acht Jahre alten Jungen in West Memphis, Arkansas, verurteilt.
Ein Fall voller Zweifel
Produziert von Peter Jackson und Fran Walsh, begleitet der Film den jahrelangen Kampf um die Freiheit der drei jungen Männer. Viele Beobachter zweifelten von Beginn an der Verurteilung: Das Beweismaterial galt als lückenhaft, eines der Geständnisse soll unter dem Druck stundenlanger Verhöre zustande gekommen sein, und die Ermittlungen wurden von einer gesellschaftlichen Hysterie rund um Satanismus überschattet.
Neue Beweise und alternative Theorien
Der Film präsentiert neue Beweise und Expertenanalysen, die ernsthafte Zweifel an der Schuld der Verurteilten wecken. In Interviews mit Beteiligten, Anwälten und Ermittlern werden systematische Fehler der ursprünglichen Strafverfolgung offengelegt. Gegenüber den früheren „Paradise Lost“-Dokumentarfilmen geht „West of Memphis“ tiefer in alternative Theorien und legt konkrete Hinweise vor, die in neue Richtungen weisen.
Freilassung nach fast 18 Jahren
Der Film gipfelt in der Freilassung der drei Männer im Jahr 2011 – nach fast 18 Jahren Haft. Grundlage war ein sogenannter Alford Plea, eine Rechtskonstruktion, die ihnen die Freiheit ermöglichte, ohne dass der Staat die ursprünglichen Verurteilungen offiziell aufhob.

