
Eastern State Penitentiary: Amerikas dunkelste Gefängnisgeschichte
Das Eastern State Penitentiary in Philadelphia gehört zu den bekanntesten und unheimlichsten Orten Amerikas. Das revolutionäre Gefängnis öffnete 1829 seine Tore und wurde schnell für seine innovative – doch brutale – Isolationshaft bekannt, bei der Gefangene fast 24 Stunden täglich in Einzelhaft gehalten wurden.
Al Capones Zelle
Der berühmte Mafioso Al Capone verbrachte acht Jahre im Eastern State, von 1929 bis 1939. Seine Zelle im zweiten Stock war im Vergleich zu anderen Gefangenen auffallend luxuriös ausgestattet – er verfügte über eine eigene Toilette, Heizung und selbstverständlich besseres Essen. Heute können Besucher die originale Zelle besichtigen, in der einer der größten Namen der amerikanischen Kriminalgeschichte einsaß.
Die Hinrichtungen
Das Eastern State war auch Schauplatz von Hinrichtungen. Das Gefängnis war zwischen 1859 und 1935 für rund 250 Hinrichtungen verantwortlich, überwiegend durch den Strang. Die düsteren Geschichten aus den Hinrichtungskammern bilden einen zentralen Bestandteil der geführten Rundgänge.
Die moderne Besichtigung
Heute wird das Eastern State als Museum betrieben und ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Führungen nehmen Besucher mit durch die Zellen, über die Zellenblöcke und in den Gefängnishof. Dabei begegnet man sowohl den Geschichten gewöhnlicher Gefangener als auch berühmter Fälle – von Gangstern bis hin zu politischen Häftlingen.
Das Museum hat dazu beigetragen, die Gefängnisgeschichte für Touristen und Studierende zugänglich zu machen, und der Ort gilt als bedeutender Teil der amerikanischen Kriminalgeschichte. Das Eastern State schloss 1971 endgültig seine Tore.
Praktische Informationen
Das Eastern State liegt in North Philadelphia und ist sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Festes Schuhwerk wird empfohlen, da das Gelände von tausenden Tonnen Beton und Stahl geprägt ist. Geführte Touren sind das ganze Jahr über verfügbar, und es besteht auch die Möglichkeit, das Gelände mit einem selbst geführten Audioformat zu erkunden.


