Abbottabad
Eine pakistanische Stadt, die durch die Operation Neptune Spear am 2. Mai 2011 internationale Bekanntheit erlangte, bei der Osama bin Laden durch US-Spezialeinheiten getötet wurde.
Abbottabad ist eine Garnisonsstadt in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa im Norden Pakistans mit etwa 120.000 Einwohnern. Die Stadt liegt rund 50 Kilometer nördlich der Hauptstadt Islamabad und war bis 2011 vor allem als Standort der pakistanischen Militärakademie Kakul bekannt. Benannt wurde sie nach dem britischen Offizier James Abbott, der sie 1853 während der Kolonialzeit gründete.
Am 2. Mai 2011 erlangte Abbottabad weltweite Aufmerksamkeit durch die US-amerikanische Militäroperation Neptune Spear, bei der der Al-Qaida-Führer Osama bin Laden in einem bewachten Anwesen aufgespürt und getötet wurde. Die Operation wurde von Mitgliedern des United States Naval Special Warfare Development Group (SEAL Team Six) durchgeführt, nachdem jahrelange Ermittlungen des CIA auf das Versteck in Abbottabad hingedeutet hatten.
In der deutschen True-Crime-Berichterstattung wird Abbottabad häufig im Zusammenhang mit internationalen Terrorismusermittlungen erwähnt. Die Tatsache, dass bin Laden jahrelang unentdeckt in unmittelbarer Nähe zur pakistanischen Militärakademie leben konnte, löste internationale Diskussionen über mögliche Unterstützernetzwerke und die Zusammenarbeit von Geheimdiensten aus. Das Anwesen, in dem bin Laden aufgespürt wurde, wurde 2012 von pakistanischen Behörden abgerissen.
