Academy at Ivy Ridge
Die Academy at Ivy Ridge war eine umstrittene Jugendeinrichtung im US-Bundesstaat New York, die von 2001 bis 2009 operierte und wegen Vorwürfen von Misshandlung und fragwürdigen Erziehungsmethoden geschlossen wurde.
Die Academy at Ivy Ridge war eine private Einrichtung für schwer erziehbare Jugendliche in Ogdensburg, New York, die nach dem sogenannten Tough-Love-Prinzip arbeitete. Die Einrichtung gehörte zur WWASP (World Wide Association of Specialty Programs), einem Netzwerk von Jugendheimen, das international für harte Disziplinierungsmethoden bekannt wurde. Eltern zahlten bis zu 50.000 US-Dollar jährlich in der Hoffnung, ihre als problematisch wahrgenommenen Kinder durch strikte Regeln und Verhaltensmodifikation zu »reformieren«.
Die Academy geriet zunehmend unter Beschuss, als ehemalige Insassen von systematischem Missbrauch, Isolation, Zwangsarbeit und psychischer Manipulation berichteten. Ermittlungen durch die New York State Education Department führten 2009 zur Schließung der Einrichtung wegen zahlreicher Verstöße gegen Bildungs- und Sicherheitsstandards. Der Fall illustriert die Problematik unregulierter privater Jugendeinrichtungen und wurde zu einem prominenten Beispiel in der Debatte um die sogenannte Troubled Teen Industry in den USA, die auch in deutschen True-Crime-Dokumentationen thematisiert wird.

