Amazonas
Der Amazonas ist der wasserreichste Fluss der Erde und verläuft durch Südamerika, wobei er für die Kriminalberichterstattung vor allem als Schauplatz von Umweltkriminalität, organisierter Kriminalität und illegaler Rodung relevant ist.
Der Amazonas durchfließt mehrere südamerikanische Staaten, darunter Brasilien, Peru, Kolumbien und Ecuador. Das Amazonasgebiet ist aufgrund seiner geografischen Abgeschiedenheit, der schwachen staatlichen Kontrolle und des Reichtums an natürlichen Ressourcen ein Brennpunkt verschiedener Kriminalitätsformen. Besonders hervorzuheben sind illegaler Holzeinschlag, Goldschürfen, Wilderei geschützter Tierarten sowie der Anbau und Handel von Drogen.
In der internationalen Kriminalberichterstattung spielt das Amazonasgebiet eine bedeutende Rolle bei Fällen von Umweltkriminalität und Menschenrechtsverletzungen. Der Mord an Umweltaktivisten und indigenen Führungspersonen, die sich gegen illegale Abholzung und Landnahme wehren, erregt regelmäßig weltweite Aufmerksamkeit. Deutsche Ermittlungsbehörden können bei Straftaten mit Deutschlandbezug, etwa beim illegalen Import von Tropenhölzern oder Wildtieren aus dem Amazonasgebiet, tätig werden.
Aus deutscher strafrechtlicher Perspektive können Delikte im Zusammenhang mit dem Amazonasgebiet unter anderem Verstöße gegen das Bundesnaturschutzgesetz, das Artenschutzrecht oder das Holzhandels-Sicherungs-Gesetz darstellen. Zudem kann die Geldwäsche aus illegalen Geschäften im Amazonasraum auch deutsche Finanzinstitute betreffen und somit der deutschen Strafgerichtsbarkeit unterliegen.