Betrug

Betrug ist ein Vermögensdelikt, bei dem der Täter durch Täuschung über Tatsachen einen Irrtum erregt und dadurch das Vermögen des Opfers schädigt.

Betrug bezeichnet im deutschen Strafrecht eine vorsätzliche Täuschungshandlung mit dem Ziel, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen. Der Tatbestand erfordert vier Elemente: eine Täuschung über Tatsachen, einen dadurch beim Opfer erregten oder unterhaltenen Irrtum, eine Vermögensverfügung des Getäuschten und einen daraus resultierenden Vermögensschaden. Der Grundtatbestand wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft.

Das Gesetz unterscheidet zwischen einfachem und schwerem Betrug. Besonders schwere Fälle liegen etwa vor, wenn der Täter gewerbsmäßig handelt, als Mitglied einer Bande agiert, einen Vermögensverlust großen Ausmaßes herbeiführt oder seine Stellung als Amtsträger missbraucht. In diesen Fällen droht Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Bandenmäßiger und zugleich gewerbsmäßiger Betrug kann mit Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren geahndet werden.

Neben dem klassischen Betrug kennt das StGB zahlreiche Sondertatbestände: Computerbetrug (§ 263a), Subventionsbetrug (§ 264) und Versicherungsmissbrauch (§ 265). Typische Erscheinungsformen in der Praxis sind der Eingehungsbetrug beim Vertragsabschluss, der Erfüllungsbetrug bei der Vertragsabwicklung sowie Internetbetrug in Form von Phishing, Abofallen oder Identitätsdiebstahl.

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