
Korsør
Stadt auf Westseeland am Großen Belt, Teil der Gemeinde Slagelse in Dänemark. In der dänischen Kriminalgeschichte bekannt als Ort des Verschwindens von Emilie Meng im Juli 2016.
Korsør ist eine dänische Hafenstadt am Großen Belt (Storebælt) in der Region Seeland, die zur Kommune Slagelse gehört. Die Stadt erlangte internationale Bekanntheit in der nordeuropäischen True-Crime-Berichterstattung durch das Verschwinden der 17-jährigen Emilie Meng am 10. Juli 2016, die nach einem Besuch bei einer Freundin spurlos verschwand.
Der Fall Emilie Meng entwickelte sich zu einem der meistbeachteten Vermisstenfälle Dänemarks. Ihre Leiche wurde erst im Februar 2017 in einem Waldgebiet bei Borup gefunden, etwa 26 Kilometer von Korsør entfernt. Die Ermittlungen der dänischen Polizei führten zunächst zu keinem Tatverdächtigen, obwohl DNA-Spuren gesichert werden konnten.
Im Jahr 2020 wurde ein dänischer Staatsangehöriger verhaftet und später wegen Mordes an Emilie Meng verurteilt. Der Fall führte in Dänemark zu intensiven Diskussionen über Ermittlungsmethoden bei Vermisstenfällen und die Nutzung forensischer DNA-Analyse. Korsør steht seitdem symbolisch für die Bedeutung beharrlicher Ermittlungsarbeit auch in scheinbar aussichtslosen Cold Cases.
