Green River Killer: Amerikas tödlichster Lkw-Lackierer
Gary Leon Ridgway ermordete zwischen 1982 und 1998 mindestens 49 Menschen im US-Bundesstaat Washington
Veröffentlicht 6. Juni 2025

Falldetails
Quick Facts
Klassifizierung:
Gary Leon Ridgway, bekannt als „Green River Killer“ oder „Green River Strangler“, wurde am 30. November 2001 festgenommen, als er das Werksgelände des Lkw-Herstellers Kenworth in Renton, Washington, verließ. Er sollte als einer der produktivsten Serienmörder der amerikanischen Geschichte in die Annalen eingehen.
Das Tatgebiet
Zwischen 1982 und 1998 beging Ridgway eine Reihe schwerer Verbrechen im King County, Washington. Viele seiner Opfer wurden am Green River oder an abgelegenen Orten in Waldgebieten gefunden. Typischerweise handelte es sich um Prostituierte oder junge Frauen aus obdachlosen Milieus – Menschen, die spurlos verschwinden konnten, ohne großes Aufsehen zu erregen.
Serienmörder USA
Zeitlinie
Erstes bekanntes Opfer gefunden
Wendy Caulfield, 16 Jahre, wurde erwürgt im Green River bei Seattle gefunden. Dies markierte den Beginn der Green-River-Morde.
Ridgway erstmals verdächtigt
Die Polizei befragte Ridgway in seinem Zuhause im Zusammenhang mit dem Verschwinden von Marie Malvar.
DNA-Probe entnommen
Die Polizei durchsuchte Ridgways Haus und Fahrzeuge, und er gab eine Speichelprobe ab, die später verwendet wurde, um ihn mit den Verbrechen in Verbindung zu bringen.
DNA-Untersuchung wieder aufgenommen
Das staatliche Kriminallabor begann, das Beweismaterial der Green-River-Morde mithilfe neuer DNA-Technologie zu untersuchen.
Ridgway verhaftet
Gary Leon Ridgway wurde verhaftet, als er die Kenworth-Lastwagenfabrik in Renton, Washington, verließ. DNA-Beweise verbanden ihn mit drei Opfern.
Anklage erhoben
Staatsanwälte erhoben Anklage wegen qualifizierten Mordes ersten Grades gegen Ridgway für die Tötung von Marcia Chapman, Cynthia Hinds, Opal Mills und Carol Christensen.
Ridgway bekennt sich schuldig
Nach fünf Monaten Vernehmungen und einer Plea-Bargain-Vereinbarung bekannte sich Ridgway in 48 Fällen des qualifizierten Mordes ersten Grades schuldig.
Urteil verkündet
Ridgway wurde zu 48 aufeinanderfolgenden lebenslangen Haftstrafen ohne Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung verurteilt. Er entging der Todesstrafe im Gegenzug dafür, die Fundorte der Opfer preiszugeben.
Der Durchbruch durch DNA-Technologie
Ridgway stand bereits seit 1982 unter Verdacht. Erst durch moderne DNA-Profiling-Methoden konnten jedoch konkrete Beweise gegen ihn gesichert werden. Diese Technologie erwies sich als entscheidend, um ihn mit einer Vielzahl von Morden in Verbindung zu bringen, die andernfalls ungeklärt geblieben wären.
DNA-Forensik Ermittlungen
Geständnis und Deals mit der Justiz
In fünf Monaten polizeilicher Vernehmungen gestand Ridgway 48 Morde. Er akzeptierte einen sogenannten Plea Deal – eine außergerichtliche Vereinbarung –, durch den er der Todesstrafe entging, im Gegenzug dafür, dass er den Behörden die Fundorte weiterer Opfer preisgab. Diese Vereinbarung ermöglichte es Angehörigen, Gewissheit über den Verbleib ihrer Töchter und Schwestern zu erlangen – wenngleich sie bedeutete, dass Ridgway der Hinrichtung entging.
Am 5. November 2003 wurde Ridgway in 48 Fällen des Mordes ersten Grades für schuldig befunden. Am 18. Dezember 2003 wurde er zu 48 aufeinanderfolgenden lebenslangen Haftstrafen ohne Möglichkeit der Bewährung verurteilt.
Plea Deal Strafrecht
Größeres Ausmaß als anerkannt
Ridgway behauptete im Laufe der Jahre, deutlich mehr Menschen getötet zu haben, als ihm zur Last gelegt wurden. Er gab an, mindestens 71 Menschen ermordet zu haben; 2013 äußerte er, die Zahl könnte 80 Morde übersteigen. Diese Aussagen wurden von den Justizbehörden nicht vollständig bestätigt.
Zum Zeitpunkt seiner Festnahme im Jahr 2001 galt Ridgway gemessen an bestätigten Tötungen als Amerikas produktivster Serienmörder.
Heutige Situation
Ridgway ist im Washington State Penitentiary inhaftiert. Jüngsten Berichten zufolge befindet er sich in palliativer Pflege.
Der aufsehenerregende Fall hat bleibende Spuren in der amerikanischen Kriminalgeschichte hinterlassen und verdeutlicht sowohl die Bedeutung moderner forensischer Technologien als auch die ethischen Dilemmata, die Deals mit der Justiz im Strafrecht aufwerfen.
Medienberichterstattung
TV series
- Catching Killers: Netflix-Doku über die Jagd auf Serienmörder(2025)
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