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Interpol
Die Internationale Kriminalpolizeiliche Organisation (IKPO-Interpol) verbindet Polizeibehörden aus 196 Mitgliedsländern durch Datenbanken, sichere Kommunikationssysteme und koordinierte Ermittlungsunterstützung bei grenzüberschreitender Kriminalität.

Definition
Interpol ist die weltweit größte internationale Polizeiorganisation mit Sitz in Lyon, Frankreich. Die Organisation ermöglicht den Informationsaustausch und die operative Zusammenarbeit zwischen nationalen Polizeibehörden über ein globales Kommunikationssystem namens I-24/7. Jedes Mitgliedsland unterhält ein Nationales Zentralbüro (NCB), das als Verbindungsstelle zwischen der nationalen Polizei und Interpol fungiert. In Deutschland ist dies das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden.
Zu den Kernaufgaben von Interpol gehören die Ausstellung internationaler Fahndungsersuchen (sogenannte Notices), wobei die Red Notice zur Festnahme gesuchter Personen die bekannteste ist. Weitere Notice-Kategorien umfassen Blue Notices (Informationen zu Personen), Green Notices (Warnungen zu Straftätern), Yellow Notices (Vermisste Personen) und Black Notices (nicht identifizierte Leichen). Interpol betreibt zudem umfangreiche Datenbanken zu gestohlenen Reisedokumenten, DNA-Profilen, Fingerabdrücken und gestohlenen Kunstwerken.
Die Organisation darf sich gemäß ihrer Satzung nicht in politische, militärische, religiöse oder rassische Angelegenheiten einmischen. Interpol verfügt über keine eigenen Exekutivbefugnisse und kann keine Festnahmen vornehmen – die Umsetzung erfolgt stets durch die nationalen Behörden. Die Zusammenarbeit erfolgt auf Basis von bilateralen Abkommen und internationalen Übereinkommen wie dem Europäischen Auslieferungsübereinkommen. Interpol spielt eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung von Terrorismus, organisierter Kriminalität, Cyberkriminalität, Menschenhandel und Drogenhandel.
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