- Startseite
- Krimidex
- Reichspolizei-Mordkommission
Reichspolizei-Mordkommission
Mobile spezialisierte Ermittlungseinheit der dänischen Reichspolizei, die örtliche Polizeikreise bei der Aufklärung besonders schwieriger Verbrechen, insbesondere Tötungsdelikte, unterstützte

Definition
Das Rigspolitiets Rejsehold war eine mobile Spezialeinheit der dänischen Reichspolizei (Rigspolitiet), die zwischen 1937 und 2007 bestand. Die Einheit wurde eingerichtet, um lokale Polizeikreise bei komplexen Ermittlungen zu unterstützen, wobei der Schwerpunkt auf Tötungsdelikten, ungeklärten Todesfällen und anderen schweren Gewaltverbrechen lag. Das Rejsehold verfügte über hochspezialisierte Ermittler mit besonderen Fachkenntnissen in Forensik, Spurensicherung und moderner Kriminaltechnik.
Die Einheit konnte landesweit eingesetzt werden und brachte spezialisiertes Personal und technische Ausrüstung mit, die den lokalen Polizeibehörden oft nicht zur Verfügung standen. Im Laufe der Jahre entwickelte sich das Rejsehold zu einer der angesehensten Ermittlungseinheiten Dänemarks und war an der Aufklärung zahlreicher spektakulärer Kriminalfälle beteiligt. Mit der Polizeireform von 2007 wurde das Rejsehold aufgelöst und seine Aufgaben in neue regionale Strukturen überführt.
In Deutschland existiert kein direktes Äquivalent zum dänischen Rejsehold. Vergleichbare Funktionen werden durch die Mordkommissionen der Landeskriminalämter sowie durch spezialisierte Ermittlungsgruppen wie die Operative Fallanalyse (OFA) beim Bundeskriminalamt wahrgenommen. Bei komplexen überregionalen Fällen können zudem Sonderkommissionen (SOKO) gebildet werden, die Spezialisten aus verschiedenen Polizeibehörden zusammenführen.
