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Rockermilieu
Das soziale und kriminelle Umfeld von Motorradclubs und Rockergruppierungen, das durch organisierte Kriminalität, Gewaltdelikte und territoriale Machtkämpfe geprägt ist.

Definition
Das Rockermilieu bezeichnet die Subkultur um outlaw motorcycle clubs (OMC) und deren kriminelle Strukturen. In Deutschland sind vor allem Hells Angels, Bandidos, Gremium MC und Outlaws aktiv. Diese Gruppierungen weisen oft hierarchische Organisationsstrukturen auf, die dem Vereinsrecht unterliegen, jedoch häufig als Plattform für Straftaten wie Drogenhandel, Schutzgelderpressung, Waffenhandel und Gewalttaten dienen. Das Milieu ist durch strikte Loyalitätscodes, Territorialansprüche und gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Clubs gekennzeichnet.
Strafrechtlich relevant wird das Rockermilieu insbesondere durch die Bildung krimineller Vereinigungen nach § 129 StGB oder terroristischer Vereinigungen nach § 129a StGB. Mehrere Rockerclubs wurden in Deutschland als kriminelle oder verfassungsfeindliche Organisationen eingestuft und verboten. Die Strafverfolgungsbehörden setzen spezielle Ermittlungseinheiten ein, um die organisierte Kriminalität in diesem Bereich zu bekämpfen. Präventive Maßnahmen umfassen Vereinsverbote nach dem Vereinsgesetz sowie aufenthaltsrechtliche Beschränkungen für bekannte Rockermitglieder in bestimmten Gebieten.
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