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Sachverständigenbefragung bei Tötungsdelikten
Die gezielte Anhörung von Fachexperten ist ein zentrales Ermittlungsinstrument bei Tötungsdelikten, um technische, medizinische oder verhaltenspsychologische Aspekte der Tat fachkundig zu beurteilen.

Definition
Die Sachverständigenbefragung bezeichnet im deutschen Strafprozessrecht die Hinzuziehung und Anhörung externer Fachexperten durch die Ermittlungsbehörden oder das Gericht. Gemäß §§ 72–85 StPO können Sachverständige bestellt werden, wenn die eigene Sachkunde der Ermittler oder des Gerichts zur Beurteilung eines Sachverhalts nicht ausreicht. Die Auswahl der Sachverständigen obliegt nach § 73 StPO dem Richter, wobei öffentlich bestellte Sachverständige vorrangig heranzuziehen sind.
Bei Tötungsdelikten umfasst die Sachverständigenbefragung typischerweise Rechtsmediziner zur Klärung der Todesursache, forensische Kriminaltechniker zur Spurenanalyse, Toxikologen bei Vergiftungsverdacht sowie forensische Psychiater und Psychologen zur Beurteilung des Täters. Die Sachverständigen sind gemäß § 75 StPO zur Erstattung des Gutachtens verpflichtet und können nach § 79 StPO vereidigt werden. Ihre Erkenntnisse fließen als Beweismittel in das Ermittlungs- und Hauptverfahren ein und können für die Aufklärung schwerer Straftaten entscheidend sein.
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