
Indian Predator: Beast of Bangalore
Netflix-Doku über den Serienmörder Umesh Reddy
Fakten
Worum geht es in der Serie?
Umesh Reddy, ein ehemaliger Polizist aus Karnataka, terrorisierte Ende der 1990er-Jahre Frauen in den indischen Städten Chitradurga und Bangalore mit einer Welle aus Einbrüchen, Vergewaltigungen und Morden — diese Geschichte erzählt die Netflix-Dokumentarserie Indian Predator: Beast of Bangalore. Die Serie rekonstruiert die Verbrechen, die Ermittlungen und den Prozess anhand von Polizeiberichten, Gerichtsdokumenten und Zeugenaussagen. Sie zeichnet das düstere Porträt eines Mannes, der seine Polizeiuniform und Autorität gezielt einsetzte, um sich Zugang zu den Wohnungen seiner Opfer zu verschaffen.
Beast of Bangalore ist der dritte Teil von Netflixs Indian-Predator-Franchise, das einige der berüchtigtsten Serienmörder Indiens in den Fokus rückt. Mit drei Episoden ist die Dokumentation kompakt und intensiv — und spart nicht mit der Darstellung von Reddys Taten.
Netflix Dokumentarserien True Crime
Der Fall hinter der Dokumentation
Umesh Reddy gilt heute als einer der berüchtigtsten Serienmörder Indiens. Seine verbrecherische Laufbahn erstreckte sich von 1996 bis 1999 und hinterließ eine Spur aus Angst und Trauer in der Region Karnataka. Reddy war ausgebildeter Polizeibeamter im Rang eines Konstablers — doch statt die Bevölkerung zu schützen, richtete er seine Gewalt gegen sie.
Er entwickelte ein klares Muster: Er suchte die Wohnungen von Frauen auf, oft wenn diese allein waren, nutzte seine Polizeiuniform, um ihr Vertrauen zu gewinnen, drang dann ein und vergewaltigte sie — in mehreren Fällen tötete er sie anschließend. Die Opfer waren Frauen im Alter zwischen 16 und 45 Jahren aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen in Chitradurga und Bangalore. Der erste bestätigte Mord ereignete sich 1998, als eine junge Frau aus Chitradurga getötet wurde — ein Fall, der die Ermittler erstmals ernsthaft auf Reddys Spur brachte.
Die Ermittlungen verliefen zunächst chaotisch, nicht zuletzt weil Reddys Polizeihintergrund ihn als Tatverdächtigen unwahrscheinlich erscheinen ließ. Der entscheidende Durchbruch gelang, als die Polizei in einem seiner Verstecke Beweismittel fand, die ihn mit verschiedenen Tatorten in Verbindung brachten. Der Fund verknüpfte ihn direkt mit einer langen Reihe von Verbrechen und ließ keinen Zweifel an seiner Schuld.
Serienmörder Indien
Reddy wurde 1999 festgenommen. Der Prozess zog sich über Jahre hin: 2006 wurde er schließlich wegen neun bestätigter Morde und 18 Vergewaltigungen verurteilt — die Staatsanwaltschaft hatte eine Verurteilung für 21 Morde angestrebt, doch das Gericht sah die Beweislage nur für neun als ausreichend an. 2007 verhängte das Gericht die Todesstrafe, die 2008 vom High Court und 2013 vom Obersten Gerichtshof Indiens bestätigt wurde. Vollstreckt wurde das Urteil bis heute nicht: Reddy hat wiederholt Gnadengesuche an den indischen Präsidenten gestellt und alle juristischen Mittel ausgeschöpft, um seine Hinrichtung hinauszuzögern. Er sitzt derzeit im Yerwada Central Jail in Pune ein.
Die Produktion
Regie führte R. Balki, der als Hauptschöpfer hinter dem Indian-Predator-Franchise auf Netflix steht. Balki ist ein erfahrener indischer Filmregisseur und Produzent mit langjähriger Branchenerfahrung. Beast of Bangalore folgt der typischen Ästhetik der Reihe: ein düsterer, psychologisch aufgeladener Ton, der Rekonstruktionen mit Interviews von Ermittlern, Überlebenden und Experten verbindet.
Die Produktion stützt sich auf Gerichtsdokumente, Polizeiberichte und Zeugenaussagen und bietet damit eine dokumentarisch fundierte Aufarbeitung eines der aufsehenerregendsten Kriminalfälle der indischen Geschichte.
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