Danish Murder Cases — episode 166 — Musse Gadedreng and the murder in 1922
Danske Drabssager
🇩🇰 Dänisch
17. März 2026

Musse Gadedreng und der Raubmord an einem Taxifahrer 1922

Der Podcast Danske Drabssager beleuchtet einen der aufsehenerregendsten dänischen Kriminalfälle der Zwischenkriegszeit

Über die Episode

Udgivet2026-03-17
PodcastDanske Drabssager
Sag 1Rovmordet på taxachauffør Christian Martinus Jensen 1922
Sag 2Sager om kvindelige barnemordere (omtalt i serie)
Sag 3Sager om kvindelige giftmordere (omtalt i serie)
PlatformSpotify

In der Nacht vom 7. auf den 8. Mai 1922 wurde der Taxifahrer Christian Martinus Jensen in der Nähe des Damhus-Sees in Kopenhagen tot aufgefunden – und eine Frau mit dem Spitznamen Musse Gadedreng rückte ins Zentrum der Ermittlungen. Der Podcast Danske Drabssager widmet diesem Fall eine ganze Episode und beleuchtet ihn gemeinsam mit dem Historiker Frederik Strand vom Polizeimuseum.

Der Fall: Raubmord am Damhus-See

Jensens Leiche wurde am Junosvej im Seegebiet nahe Damhus entdeckt. Die Ermittlungen gestalteten sich von Beginn an schwierig: Widersprüchliche Zeugenaussagen und mehrere Verdächtige erschwerten die Arbeit der Polizei erheblich. Unter den Beschuldigten befand sich auch Orla Hjarne Hansen, der später freigesprochen wurde, nachdem ihm ein Alibi nachgewiesen werden konnte.

Hauptverdächtige blieb Karen Marie Sjøgren geborene Andersen – im Volksmund bekannt als Musse Gadedreng. Ihre mögliche Beteiligung an einem Raubmord sorgte damals für Aufsehen, denn Frauen als Täterinnen bei Gewaltverbrechen galten in der Zwischenkriegszeit als äußerst ungewöhnlich. Der Fall blieb letztlich ungeklärt, ohne eindeutige Schuldzuweisung.

Historische Bedeutung

Der Fall stellt bis heute ein zentrales Beispiel in der dänische Kriminalgeschichte für die Grenzen polizeilicher Methoden und des Rechtssystems in den 1920er Jahren dar. Gastgeberin Kristina Antivakis und Historiker Frederik Strand analysieren gemeinsam, wie der Fall gängige Geschlechterklischees der damaligen Zeit herausforderte und welche gesellschaftlichen Reaktionen er auslöste.

Der Podcast: Danske Drabssager

Danske Drabssager ist einer der bekanntesten True-Crime-Podcasts aus Skandinavien und wird von RadioPlay produziert. Der Podcast zeichnet sich durch einen dokumentarischen Ansatz aus, bei dem reale Fälle mithilfe von Interviews mit Ermittlern, Zeugen und Experten aufgearbeitet werden. Die aktuelle Miniserie über kriminelle Frauen legt den Schwerpunkt weniger auf den klassischen Ermittlungsverlauf als auf die Motive weiblicher Täterinnen und die gesellschaftliche Reaktion darauf.

Die Episode „Kriminelle Frauen, Teil 1 – Die Frau hinter dem Raubmord von 1922“ ist mit einer Laufzeit von rund 45 Minuten auf allen gängigen Plattformen verfügbar, darunter Spotify und Apple Podcasts. Es empfiehlt sich, die sechsteilige Serie der Reihe nach zu hören.

Weitere Folgen der Serie

Die Episode bildet den Auftakt einer sechsteiligen Reihe über Frauen in der Kriminalgeschichte. Weitere Folgen behandeln unter anderem Fälle von Kindsmörderinnen und Giftmörderinnen – Delikte, die historisch gesehen häufiger mit weiblicher Kriminalität in Verbindung gebracht wurden als Raub und Gewalt. Ergänzende Informationen zu den Ermittlungsmethoden der 1920er Jahre finden sich in den Archiven des dänischen Polizeimuseums.

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