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Ohne meine Tochter: Der Podcast über Sorgerechtskämpfe

Eine dänische Podcastserie gibt Eltern eine Stimme, die im Streit um ihre Kinder feststecken

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Der dänische Podcast „Uden min datter“ — auf Deutsch: „Ohne meine Tochter“ — gibt seit seiner Gründung Eltern eine öffentliche Stimme, die in teils jahrelangen Sorgerechtsstreitigkeiten gefangen sind. Moderiert von Anders Wendt Jensen, beleuchtet die Serie die menschlichen und rechtlichen Abgründe, die Trennungen mit sich bringen können, wenn Kinder zur Waffe im Konflikt zwischen zwei Erwachsenen werden.

Was steckt hinter dem Podcast?

Jede Folge von „Uden min datter“ versammelt persönliche Berichte betroffener Eltern, Angehöriger, Rechtsexperten und weiterer direkt beteiligter Personen. Der Podcast richtet sich bewusst an jene, die in den etablierten Medien kaum zu Wort kommen: Väter und Mütter, die den Kontakt zu ihren Kindern verloren haben — sei es durch gerichtliche Entscheidungen, durch sogenannte Kontaktvereitelung oder weil ein Kind schlicht verschwunden ist.

Das Programm versteht sich nicht nur als journalistisches Projekt, sondern auch als Begleitangebot für Betroffene. Wer selbst in einem Sorgerechtsstreit steckt, findet hier Berichte, die das eigene Erleben spiegeln, und Einblicke in rechtliche Abläufe, die oft undurchsichtig wirken.

Kindesentfremdung und ihre Folgen

Ein zentrales Thema der Serie ist die sogenannte Kindesentfremdung — also das systematische Zerstören der Eltern-Kind-Beziehung durch den anderen Elternteil. Dieses Phänomen ist auch im deutschsprachigen Raum ein viel diskutiertes Problem. Fachleute streiten darüber, wie es zu definieren ist und wie Gerichte damit umgehen sollen. Betroffene Eltern beschreiben es als eine der schmerzhaftesten Erfahrungen ihres Lebens.

Der Podcast zeigt, wie psychologisch belastend solche Konflikte für alle Beteiligten sind — nicht nur für die Eltern, sondern vor allem für die Kinder selbst. Studien belegen, dass anhaltende Elternkonflikte langfristige Schäden an der seelischen Gesundheit von Kindern verursachen können.

Träge Justiz und frustrierte Familien

Ein weiterer roter Faden der Serie ist die Kritik an der Langsamkeit familienrechtlicher Verfahren. Familien warten mitunter Jahre auf verbindliche Entscheidungen, während das Kind in dieser Zeit aufwächst — und sich die Situation weiter verfestigt. Dieses Problem kennen auch Betroffene in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

„Uden min datter“ macht deutlich, dass es sich dabei nicht um ein rein dänisches Phänomen handelt. Die Geschichten, die Anders Wendt Jensen in seinen über 60 Folgen erzählt, könnten sich ähnlich in München, Wien oder Zürich abspielen. Wer sich für Familienrechtsfälle interessiert, wird in der Serie eine erschreckend universelle Dimension entdecken.

Eine Ressource für Betroffene und Interessierte

Mit 61 bis 62 bislang veröffentlichten Folgen hat sich „Uden min datter“ zu einer festen Größe im dänischen Podcast-Kosmos entwickelt. Die Serie ist auf Apple Podcasts, Spotify, YouTube und SoundCloud kostenlos abrufbar — auch für deutschsprachige Hörerinnen und Hörer mit Dänischkenntnissen oder Interesse am Thema.

Der Podcast leistet damit einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit einem Thema, das Tausende Familien betrifft, aber in der Öffentlichkeit oft im Verborgenen bleibt.

Über den Podcast

ModeratorAnders Wendt Jensen
OriginaltitelUden min datter
LandDänemark
ModeratorAnders Wendt Jensen
Anzahl Folgen61–62
Verfügbar aufApple Podcasts, Spotify, YouTube, SoundCloud
ThemenSorgerechtsstreitigkeiten, Kindesentfremdung, verschwundene Kinder, Familienrecht
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