Al-Qaida

Al-Qaida ist ein internationales terroristisches Netzwerk, das für zahlreiche Terroranschläge weltweit verantwortlich ist und in Deutschland als terroristische Vereinigung eingestuft wird.

Al-Qaida (auch al-Kaida, arabisch für »die Basis«) ist eine sunnitisch-islamistische Terrororganisation, die Ende der 1980er Jahre von Osama bin Laden und anderen Dschihadisten in Afghanistan gegründet wurde. Die Organisation verfolgt das Ziel, westliche Einflüsse aus islamischen Ländern zu vertreiben und einen islamischen Gottesstaat zu errichten. Al-Qaida erlangte weltweite Bekanntheit durch die Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA, bei denen fast 3.000 Menschen getötet wurden.

In Deutschland ist Al-Qaida seit August 2002 durch das Bundesministerium des Innern als terroristische Vereinigung verboten. Die Organisation und ihre Aktivitäten werden vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet. Mitgliedschaft in Al-Qaida sowie Unterstützung der Organisation sind in Deutschland strafbar und können nach dem Strafgesetzbuch mit Freiheitsstrafen geahndet werden. Die Struktur von Al-Qaida hat sich im Laufe der Jahre von einer hierarchischen Organisation zu einem dezentralen Netzwerk mit regionalen Ablegern wie al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) oder al-Qaida im islamischen Maghreb (AQIM) entwickelt.

Deutsche Strafverfolgungsbehörden haben in der Vergangenheit mehrere Ermittlungsverfahren gegen mutmaßliche Al-Qaida-Mitglieder und -Unterstützer geführt. Dabei kamen unter anderem die Paragrafen zur Bildung terroristischer Vereinigungen sowie zur Vorbereitung schwerer staatsgefährdender Gewalttaten zur Anwendung. Nach dem Tod von Osama bin Laden 2011 und dem Aufstieg des sogenannten Islamischen Staates verlor Al-Qaida an Bedeutung, bleibt aber weiterhin eine Bedrohung für die internationale Sicherheit.