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•🇺🇸 Amerikanisch•30. Mai 2026
Rammstein – Row Zero: Der ARD-Podcast zum Missbrauchsskandal
ARD-Podcast beleuchtet systematische Missbrauchsvorwürfe bei Rammstein-Konzerten durch das sogenannte Row-Zero-System

Der ARD-Podcast „Rammstein – Row Zero“ beleuchtet die schweren Missbrauchsvorwürfe gegen Till Lindemann, Sänger der deutschen Rockband Rammstein, und das System, das dabei angeblich eine zentrale Rolle gespielt haben soll. Seit 2023 stehen Lindemann und sein Umfeld im Fokus der Öffentlichkeit – nun zeichnet der investigative Podcast nach, wie das sogenannte Row-Zero-System funktioniert haben soll.
Als „Row Zero“ wurde eine exklusive Regelung bei Rammstein-Konzerten bezeichnet, durch die ausgewählte Frauen Zugang zum Bereich direkt vor der Bühne erhielten – und im Anschluss an die Shows Einlass zu Backstage-Veranstaltungen bekamen. Rekrutierende Mitarbeiter des Konzertbetriebs sollen gezielt junge Frauen angesprochen haben, häufig über soziale Medien, noch bevor die jeweilige Show begann.
Der Podcast dokumentiert anhand von Zeugenaussagen und Recherchen, wie diese Struktur funktioniert haben soll und welche Konsequenzen die Einladungen für die betroffenen Frauen gehabt haben sollen. Sexuelle Übergriffe im Musikbusiness
Im Jahr 2023 meldeten sich mehrere Frauen öffentlich zu Wort und schilderten Erlebnisse, die sie auf Einladungen über das Row-Zero-System zurückführten. Ihre Berichte umfassen Vorwürfe sexueller Übergriffe, unerwünschter körperlicher Nähe und des Machtmissbrauchs. Der ARD-Podcast gibt diesen Stimmen Raum und ergänzt sie durch Interviews mit Zeugen und Fachleuten.
Die Journalistinnen und Journalisten der ARD analysierten dabei nicht nur die Einzelfälle, sondern auch die organisatorischen Strukturen, die ein solches Muster erst möglich gemacht haben sollen. Machtmissbrauch in der Musikindustrie
Deutsche Strafverfolgungsbehörden leiteten nach Bekanntwerden der Vorwürfe Ermittlungen ein. Das Verfahren wurde jedoch mangels ausreichender Beweise eingestellt. Dieser Umstand wird im Podcast ebenfalls thematisiert und wirft Fragen über die Beweislast bei Missbrauchsfällen im Unterhaltungsbereich auf.
Der Fall Rammstein ist kein Einzelfall: Ähnliche Strukturen wurden in den vergangenen Jahren im Zuge der #MeToo-Bewegung auch in anderen Bereichen der Musikindustrie aufgedeckt. MeToo in der Musikbranche
Die ARD-Reihe versteht sich nicht nur als Aufarbeitung eines Einzelfalls, sondern als Analyse eines möglichen strukturellen Versagens rund um eine der bekanntesten Rockgruppen Europas. Die enorme Popularität Rammsteins und die damit verbundene Machtposition des Bands sowie seines Umfelds hätten demnach dazu beigetragen, dass das System über Jahre funktionieren konnte.
Der Podcast richtet sich an alle, die den Fall in seiner vollen Komplexität verstehen wollen – von den persönlichen Erfahrungen der betroffenen Frauen über die Konzertorganisation bis hin zu den juristischen und gesellschaftlichen Konsequenzen.
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