
Wiens dunkle Seiten: Jack Unterwegers Verbrechenspfad
Jack Unterweger ist einer der berüchtigtsten Serienmörder Österreichs. Im Zeitraum von 1974 bis 1991 tötete er mindestens 11 Frauen – einige Quellen behaupten, die Zahl könnte deutlich höher liegen. Seine Verbrechen hinterließen düstere Erinnerungen im Raum Wien, die noch heute Touristen mit einem Interesse an Kriminalgeschichte anziehen.
Unterwegers Hintergrund
Unterweger wurde 1950 geboren und beging seinen ersten Mord im Alter von 24 Jahren. Er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, kam jedoch 1990 frei, nachdem er ein autobiografisches Werk verfasst hatte, das das Justizsystem von seiner Resozialisierung überzeugte. Kurz darauf wurde er jedoch erneut aktiv und beging weitere Morde.
Die dunklen Orte
Die meisten von Unterwegers Opfern waren Prostituierte und Frauen aus dem Rotlichtmilieu, die er in Wiens Rotlichtviertel kennenlernte. Die Gegend rund um den Gürtelviadukt und den Bezirk Margareten waren seine Jagdgründe. Hier suchte er sich seine Opfer, häufig in der Umgebung von Prostituiertenstätten und Bars.
Der Serienmörder tötete seine Opfer typischerweise durch Garrottieren – das Erwürgen mit einer Schnur. Mehrere Leichen wurden in der Nähe der Donau gefunden, was die Gegend rund um den Fluss besonders eng mit seinen Verbrechen verknüpfte.
Die Ermittlungen und die Verhaftung
Trotz mehrerer Morde wurde Unterweger erst 1992 enttarnt. Er wurde schließlich in Miami, USA, verhaftet, wo er einige neue Opfer gefordert hatte. Er wurde nach Österreich ausgeliefert und vor Gericht gestellt.
Ein Besuch heute
Wien bietet keine offiziellen Führungen an, die sich speziell mit den Unterweger-Fällen befassen, doch ein fundiertes Wissen über die Kriminalgeschichte der Stadt lässt sich bei verschiedenen Anbietern von True-Crime-Touren erwerben. Margareten und das Rotlichtviertel sind Teile des heutigen Wien, die Touristen erkunden können – allerdings vollständig verändert und modernisiert seit den 1970er- bis 1990er-Jahren.
Unterweger starb 1994 im Gefängnis, angeblich durch Suizid, obwohl einige Quellen daran zweifeln. Sein Fall ist zum Thema von Büchern und Dokumentarfilmen geworden und fasziniert noch immer alle, die sich für Kriminalgeschichte interessieren.
