Die Geschichte hinter der Dokumentation\n\nSteven Avery saß 18 Jahre unschuldig im Gefängnis — verurteilt wegen Vergewaltigung. Als er 2003 endlich freigelassen wurde, dank DNA-Beweisen, die seine Unschuld bewiesen, verklagte er Manitowoc County auf 36 Millionen Dollar Schadenersatz. Zwei Jahre später wurde er erneut verhaftet, diesmal wegen Mordes an Teresa Halbach.\n\nSein Neffe Brendan Dassey, damals 16 Jahre alt und mit Lernschwierigkeiten, gestand während eines Verhörs ohne Anwalt. Die Umstände dieses [INTERN LINK: Geständnis] werfen bis heute Fragen auf.\n\nDie Filmemacherinnen Laura Ricciardi und Moira Demos begleiteten den Fall zehn Jahre lang. Als die Netflix-Serie im Dezember 2015 erschien, veränderte sie die True-Crime-Landschaft für immer.\n\n## Was die Dokumentation veränderte\n\nInnerhalb weniger Wochen nach der Premiere hatten 500.000 Menschen eine Petition unterschrieben, die die Freilassung von Avery und Dassey forderte. Anwaltsteams aus der ganzen Welt boten an, pro bono zu arbeiten. Die öffentliche Aufmerksamkeit war immens.\n\n2016 hob ein Bundesrichter Brendan Dasseys Urteil auf — doch das Berufungsgericht des siebten Bezirks kippte diese Entscheidung später wieder. Dennoch bewies der Fall etwas Grundlegendes: Dokumentarjournalismus auf Streaming-Plattformen kann Millionen mobilisieren und echten Druck auf das [INTERN LINK: Justizsystem] ausüben.\n\n„Making a Murderer