Fallakte

Die Keddie-Morde: Ungelöstes Verbrechen in Cabin 28

Vier Tote in einer kalifornischen Hütte – die Täter blieben unbestraft

🇺🇸 Amerikanisch

Veröffentlicht 6. Juni 2025

A rusty hammer lies on a wooded trail near Feather Falls, surrounded by scattered leaves, hinting at new evidence in the unsolved Keddie Murders.
BEWEIS

In der Nacht zum 12. April 1981 ereignete sich in einer schlichten Hütte im Keddie Resort in Kalifornien eines der brutalsten Verbrechen des Bundesstaates. Vier Menschen wurden mit einem Hammer, Messern und durch Strangulation getötet – eine Tragödie, die als die Keddie-Morde in die Kriminalgeschichte einging.

Der grausame Fund

Am Morgen des 12. April 1981 machte die 14-jährige Sheila Sharp eine schockierende Entdeckung in Cabin 28. Sie fand drei Leichen: ihre Mutter Glenna Susan "Sue" Sharp, ihren Bruder John Steven Sharp und dessen Freund Dana Hall Wingate. Alle drei Opfer wiesen Spuren extremer Gewalt auf – Stichwunden, Schläge mit einer Spalthacke und Strangulierung.

Doch es gab noch einen besonders erschütternden Aspekt: Sue Sharps Tochter Tina Louise Sharp fehlte. Die 12-Jährige war aus der Hütte verschwunden. Ihr Schicksal blieb drei Jahre lang ungeklärt, bis 1984 ihr Schädel etwa 50 bis 80 Kilometer vom Tatort entfernt gefunden wurde.

Zeitlinie

11. April 1981

Die Mordnacht

In der Nacht zum 12. April werden Sue Sharp, John Sharp und Dana Wingate brutal ermordet. Tina Sharp verschwindet spurlos.

12. April 1981

Grausamer Fund

Die 14-jährige Sheila Sharp entdeckt am Morgen drei Leichen in Cabin 28. Drei Kinder haben die Nacht überlebt.

12. April 1981

Die Ermittlungen beginnen

Die Polizei leitet Ermittlungen ein. Martin Smartt und John Boubede geraten schnell ins Visier der Ermittler.

1. April 1984

Tinas sterbliche Überreste gefunden

Fast drei Jahre nach der Tat wird Tina Sharps Schädel etwa 50-80 km vom Tatort entfernt gefunden.

12. April 2024

Der Fall bleibt ungeklärt

Über 40 Jahre nach den Morden ist der Fall noch immer ungeklärt. Beide Hauptverdächtige sind mittlerweile verstorben.

Cold Cases

Die Überlebenden

Drei Kinder überlebten die Mordnacht: Rick Sharp, Greg Sharp und Justin Smartt, der 12-jährige Sohn von Martin Smartt. Ihre Aussagen sollten für die Ermittlungen von entscheidender Bedeutung sein – auch wenn der Fall letztlich nie aufgeklärt wurde. Die Kinder hatten in einem anderen Raum der Hütte geschlafen und bemerkten die Tat offenbar nicht.

Die Hauptverdächtigen

Die Polizei konzentrierte sich schnell auf zwei Männer: Martin Smartt und John Boubede.

Martin Smartt war Vietnamveteran und arbeitete als Koch. Zum Tatzeitpunkt befand er sich in psychiatrischer Behandlung im Reno Veterans Administration Hospital. Seine Verbindung zum Verbrechen war besonders brisant: Sein eigener Sohn Justin gehörte zu den Überlebenden in der Hütte.

John Boubede hatte eine kriminelle Vergangenheit. Er war bereits wegen Bankraubs verurteilt worden und hatte im Gefängnis gesessen. Nach den Ermittlungen hatten sich Smartt und Boubede im VA-Krankenhaus kennengelernt, woraufhin Smartt seinen neuen Bekannten mit nach Keddie brachte.

Ungelöste Mordfälle

Die Polizei verhörte beide Männer intensiv, doch keiner von ihnen wurde jemals angeklagt. Sowohl Smartt als auch Boubede starben später, ohne je für die Morde zur Rechenschaft gezogen worden zu sein.

Ungeklärte Ermittlungspannen

Warum die beiden Hauptverdächtigen nie vor Gericht gestellt wurden, ist bis heute unklar. Es gibt Hinweise auf Ermittlungsfehler und möglicherweise verlorengegangene Beweise. Einige Quellen deuten darauf hin, dass wichtige Beweisstücke nicht ordnungsgemäß gesichert wurden.

Die Ermittlungen warfen über die Jahre mehr Fragen auf als sie Antworten lieferten: Welche konkreten Beweise fehlten für eine Anklage? Was genau geschah in der Nacht zum 12. April? Und wie konnte ein so brutales Verbrechen ohne juristische Konsequenzen bleiben?

True Crime Kalifornien

Ein Fall ohne Abschluss

Mehr als 40 Jahre nach der Mordnacht in Cabin 28 ist die Identität der Täter offiziell weiterhin ungeklärt. Die Keddie-Morde stehen als düsteres Mahnmal dafür, dass nicht alle Verbrechen aufgeklärt werden. Manche Fälle verfolgen uns über Jahrzehnte – offen, ungelöst und ohne Gerechtigkeit für die Opfer.

Die Hinterbliebenen und True-Crime-Enthusiasten auf der ganzen Welt hoffen bis heute auf neue Erkenntnisse, die endlich Licht ins Dunkel dieser grausamen Nacht bringen könnten.

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