Mary McElroy: Entführung, Missbrauch und tragisches Ende
Die Tochter eines einflussreichen Politikers wurde 1933 entführt
Veröffentlicht 6. Juni 2025

Falldetails
{"da":"{\"da\":\"Quick Facts\",\"en\":\"Quick Facts\"}","en":"Quick Facts"}
{"da":"{\"da\":\"Quick Facts\",\"en\":\"Quick Facts\"}","en":"Quick Facts"}
Die Entführung aus dem Badezimmer
Am 27. Mai 1933 wurde Mary McElroy während eines Bades aus dem Haus ihres Vaters in Kansas City, Missouri, verschleppt. Sie war die Tochter von Henry F. 'Judge' McElroy, dem City Manager von Kansas City – eine einflussreiche Position, die Mary zum attraktiven Ziel für Entführung machte.
Vier Männer führten die Tat aus: die Brüder George und Walter McGee sowie Clarence Click und Clarence Stevens. Walter McGee übernahm die Führung der Bande. Sie brachten ihr Opfer zu einer Farm in Shawnee, Kansas, wo Mary im Keller an eine Wand gekettet wurde.
Missbrauch und Lösegeldforderung
Während ihrer Geiselhaft wurde Mary wiederholt von Walter McGee sexuell missbraucht. Die Entführer forderten zunächst 60.000 Dollar Lösegeld – eine enorme Summe für die damalige Zeit. Nach Verhandlungen wurde der Betrag auf 30.000 Dollar reduziert, die am 29. Mai 1933 übergeben wurden.
Zeitlinie
Geburt von Mary McElroy
Mary McElroy wird in Kansas City, Missouri, als Tochter von Henry F. 'Judge' McElroy geboren.
Entführung
Mary wird während eines Bades aus dem Haus ihres Vaters entführt und zu einer Farm in Kansas verschleppt.
Freilassung nach Lösegeldzahlung
Nach Zahlung von 30.000 Dollar wird Mary nach 34 Stunden Geiselhaft freigelassen.
Hinrichtung des Haupttäters
Walter McGee, Anführer der Entführerbande, wird durch den Strang hingerichtet.
Tod des Vaters
Henry F. McElroy, Marys Vater, stirbt etwa vier Monate vor ihrer Selbsttötung.
Suizid von Mary McElroy
Mary nimmt sich das Leben durch einen Schuss in den Kopf und hinterlässt eine tragische Abschiedsnachricht.
Nach 34 Stunden in Gefangenschaft kam Mary frei. Doch ihre Qual sollte damit nicht enden.
Die juristische Aufarbeitung
Walter McGee, der Anführer der Bande, wurde zum Tode durch den Strang verurteilt. Das Urteil wurde am 30. März 1935 vollstreckt. Für Mary bedeutete dies jedoch keine Befreiung von ihrem Trauma.
Das tragische Ende
Am 21. Januar 1940 – sieben Jahre nach der Entführung – erschoss sich Mary McElroy. Sie hinterließ eine erschütternde Abschiedsnachricht: "Meine vier Entführer sind vermutlich die einzigen vier Menschen auf dieser Welt, die mich nicht für eine komplette Närrin halten."
Historische Aufzeichnungen zeigen, dass Mary nach der Entführung von der Gesellschaft stigmatisiert und schlecht behandelt wurde. Statt Mitgefühl erfuhr das Opfer Scham und Ablehnung – ein tragisches Beispiel dafür, wie im Amerika der 1930er Jahre mit Verbrechensopfern umgegangen wurde.
Der Vater starb Monate zuvor
Ihr Vater Henry F. McElroy war bereits etwa vier Monate vor Marys Suizid verstorben, am 15. September 1939. Der Verlust des Vaters dürfte ihre ohnehin fragile psychische Verfassung zusätzlich belastet haben.
Der Fall Mary McElroy zeigt auf schmerzhafte Weise, dass das Ende einer Straftat für die Opfer oft erst der Anfang eines langen Leidenswegs ist – besonders in einer Zeit, in der psychologische Betreuung und gesellschaftliches Verständnis für Traumata kaum existierten.
Zu diesem Fall fragen
Antworten nur aus der Berichterstattung von KrimiNytDiesem Fall folgen
Erhalte eine E-Mail, wenn eine neue Doku, ein Podcast oder ein Buch zu Mary McElroy: Entführung, Missbrauch und tragisches Ende erscheint oder ein Urteil fällt.

