Mord an dänischer Backpackerin in Marokko
Terrorrelatierter Angriff im Atlasgebirge fordert zwei Todesopfer
Veröffentlicht 6. Juni 2025

Falldetails
Quick Facts
Fakten
Brutaler Überfall im Atlasgebirge
Im Dezember 2018 wurden die dänische Studentin Louisa Vesterager Jespersen, 24 Jahre alt, und ihre norwegische Freundin Maren Ueland, 28 Jahre alt, während einer Trekkingtour im marokkanischen Atlasgebirge brutal ermordet. Die beiden jungen Frauen hatten ihr Zelt nahe dem Bergdorf Imlil aufgeschlagen und wollten am nächsten Tag zum Mount Toubkal aufbrechen, dem höchsten Berg Nordafrikas.
In der Nacht wurden sie in ihrem Zelt von mehreren Männern überfallen und Enthauptung enthauptet. Die Tat schockierte nicht nur Dänemark und Norwegen, sondern erregte weltweit Aufsehen wegen ihrer außergewöhnlichen Brutalität.
Terroristische Motivation
Die Ermittlungen ergaben schnell, dass es sich um einen Terrorismus terroristischen Anschlag handelte, der durch islamistische Ideologie motiviert war. Die Täter hatten eine Video aufgenommen, in dem sie dem damaligen ISIS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi die Treue schworen. In dem Video war auch die Enthauptung eines der Opfer zu sehen.
Zeitlinie
Angriff im Atlasgebirge
Louisa Vesterager Jespersen und Maren Ueland werden in ihrem Zelt nahe Imlil brutal ermordet.
Verhaftung der Hauptverdächtigen
Drei Haupttäter werden in Marrakesch bei einem Fluchtversuch festgenommen.
24 Festnahmen
Die marokkanischen Behörden geben bekannt, dass insgesamt 24 Personen im Zusammenhang mit der Tat verhaftet wurden.
Todesurteile gefällt
Das Gericht in Salé verurteilt drei Männer zum Tode, einen vierten zu lebenslanger Haft. Weitere Beteiligte erhalten Haftstrafen.
Das grausame Material verbreitete sich in sozialen Medien, was bei den Angehörigen zusätzliches Leid verursachte. Die marokkanischen Behörden leiteten umgehend eine Großfahndung ein.
Verhaftungen und Prozess
Insgesamt wurden 24 Personen im Zusammenhang mit dem Mord Doppelmord festgenommen. Die drei Hauptverdächtigen – Abdessamad Ejjoud, Younes Ouaziyad (27) und Rachid Afatti (33) – wurden in Marrakesch gefasst, als sie versuchten, mit einem Bus zu fliehen. Bei ihrer Festnahme fanden die Ermittler Waffen.
Vor dem Gericht in Salé, einer Stadt in der Nähe von Rabat, wurden die drei Hauptangeklagten wegen Mordes und terroristischer Aktivitäten angeklagt. Alle drei erhielten die Todesstrafe, obwohl Marokko seit 1993 keine Hinrichtungen mehr vollstreckt hat.
Ein vierter Mann, der 33-jährige Installateur Abderrahim Khayali, wurde wegen terroristischer Aktivitäten zu lebenslanger Haft verurteilt. Weitere Beteiligte erhielten Haftstrafen zwischen 5 und 30 Jahren.
Internationale Reaktionen
Der Fall löste in Skandinavien tiefe Betroffenheit aus. Beide Frauen studierten an Universitäten in Norwegen und waren erfahrene Reisende. Louisa Vesterager Jespersen studierte an der Universität Südostdänemark, während Maren Ueland an der Universität Südostnorwegen eingeschrieben war.
Die dänische und norwegische Regierung verurteilten die Tat scharf und arbeiteten eng mit den marokkanischen Behörden zusammen. Der Fall warf auch Fragen zur Sicherheit von Rucksacktouristen in abgelegenen Bergregionen auf, die zuvor als relativ sicher galten.
Die marokkanischen Behörden betonten, dass es sich um einen isolierten Vorfall gehandelt habe und das Land grundsätzlich sicher für Touristen sei. Dennoch führte der Vorfall zu verstärkten Sicherheitsmaßnahmen in beliebten Trekkinggebieten.
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