NOKAS-Raub: Norwegens größter Raubüberfall
Bewaffnete Täter erbeuteten 57,4 Millionen Kronen und töteten einen Polizisten
Veröffentlicht 6. Juni 2025

Falldetails
Quick Facts
Klassifizierung:
Am Morgen des 5. April 2004 griffen schwer bewaffnete Männer um 8 Uhr morgens das NOKAS-Gelddepot in der norwegischen Hafenstadt Stavanger an. Der Raubüberfall sollte als der größte Heist in der norwegischen Geschichte in die Kriminalgeschichte eingehen.\n\nDie Täter erbeuteten 57,4 Millionen norwegische Kronen in nationalen und ausländischen Währungen – umgerechnet etwa sechs Millionen Euro. Doch von der gewaltigen Summe blieben 51 Millionen Kronen verschwunden und wurden auch Jahre nach dem Überfall nie wiedergefunden.\n\n## Tödliche Schießerei mit der Polizei\n\nAls die Polizei am Tatort eintraf, entwickelte sich eine bewaffnete Auseinandersetzung zwischen den Beamten und den Räubern. Bei diesem Schusswechsel wurde Polizeileutnant Arne Sigve Klungland tödlich getroffen. Die Täter hatten strategisch günstige Positionen auf dem Domkirketorget, dem Domplatz direkt vor der Bank, eingenommen und konnten so die eintreffenden Polizeikräfte auf Distanz halten.\n\nBesonders brisant: Später wurde bekannt, dass der Polizei tatsächlich Hinweise vorlagen, die vor einem möglichen Überfall auf das Gelddepot warnten. Trotz dieser nachrichtendienstlichen Informationen gelang es den Tätern, den Raub erfolgreich durchzuführen.\n\n## Psychische Folgen für die Mitarbeiter\n\nDer gewaltsame Überfall hatte schwerwiegende psychische Auswirkungen auf die Angestellten des NOKAS-Depots. Insgesamt 37 Mitarbeiter erhielten zusammen eine Entschädigung von 9 Millionen norwegischen Kronen für die erlittenen Traumata, die sie während und nach dem Überfall durchlebten.\n\n## Urteile und Strafen\n\nMehrere Täter wurden später im Zusammenhang mit dem Raubüberfall angeklagt. Am 29. Juni 2007 fällte der norwegische Oberste Gerichtshof sein Urteil und verhängte kumulative Haftstrafen von bis zu 27 Jahren.\n\nEiner der Angeklagten, Ikmet K., bestritt seine Beteiligung an dem Raub vehement. Er räumte zwar ein, zur Tatzeit in Stavanger gewesen zu sein, behauptete jedoch, er habe sich dort wegen eines Drogengeschäfts aufgehalten und nichts mit dem Überfall zu tun gehabt.\n\n## Verfilmung des Verbrechens\n\nDer spektakuläre Raubüberfall erlangte auch kulturelle Bedeutung und wurde 2010 für die Kinoleinwand adaptiert. Der Film mit dem Titel „Nokas
Zeitlinie
Bewaffneter Raubüberfall auf NOKAS-Depot
Schwer bewaffnete Männer griffen um 8 Uhr morgens das NOKAS-Kassendepot in Stavanger an. Die Räuber flohen mit 57,4 Millionen Kronen in nationaler und ausländischer Währung.
Polizeileutnant bei Schusswechsel getötet
Bei einem Schusswechsel auf dem Domkirketorget vor dem Depot wurde Polizeileutnant Arne Sigve Klungland erschossen und getötet. Die Räuber hatten Stellungen bezogen, um die Polizei auf Abstand zu halten.
Urteil des Obersten Gerichtshofs verkündet
Der norwegische Oberste Gerichtshof verkündete im Zusammenhang mit dem NOKAS-Raubüberfall ein Urteil und verhängte eine kumulative Strafe von 27 Jahren Gefängnis. 13 Personen waren in dem Verfahren angeklagt.
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