Terror in Almaty: Ruslan Kulikbajev tötet zehn Menschen
Der 26-jährige Attentäter fuhr mit gestohlenem Wagen durch die Stadt und eröffnete das Feuer auf Polizisten
Veröffentlicht 6. Juni 2025
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Falldetails
Quick Facts
Klassifizierung:
Fakten
Tödlicher Amoklauf in Kasachstans Millionenstadt
Am 18. Juli 2016 verwandelte sich die kasachische Metropole Almaty in einen Schauplatz des Terrors. Der 26-jährige Ruslan Kulikbajev durchquerte die Stadt mit einem gestohlenen Fahrzeug und eröffnete wahllos das Feuer auf Passanten und gezielt auf Polizeibeamte. Mindestens zehn Menschen verloren ihr Leben, darunter der Polizist Nurimanov und weitere Sicherheitskräfte. Auch ein 62-jähriger Lehrer zählte zu den Opfern.
Der Angreifer setzte sein Fahrzeug als Waffe ein und feuerte gleichzeitig aus einem Sturmgewehr. Während der gesamten Tat rief er immer wieder "Allahu Akbar" – ein Ausruf, der häufig bei religiös motivierten Terroranschlägen zu hören ist.
Schusswechsel mit Anti-Terror-Einheit
Als die kasachische Anti-Terror-Spezialeinheit KNB am Tatort eintraf, kam es zu einem heftigen Schusswechsel. Die Verfolgungsjagd durch die Straßen von Almaty endete, als das gestohlene Fahrzeug gegen einen Betonpfeiler prallte. Kulikbajev stieg aus und leistete weiterhin bewaffneten Widerstand.
Zeitlinie
Beginn des Terroranschlags
Ruslan Kulikbajev beginnt seine Gewalttat in Almaty mit einem gestohlenen Fahrzeug und einem Sturmgewehr
Weitere Tote
Mindestens zehn Menschen werden getötet, darunter Polizeibeamter Nurimanov und ein 62-jähriger Lehrer
Einsatz der Antiterror-Einheit
Die kasachische KNB-Spezialeinheit wird zum Tatort gerufen und beginnt einen Schusswechsel mit dem Täter
Kollision und Schusswechsel
Das gestohlene Fahrzeug prallt gegen eine Betonsäule, Kulikbajev leistet weiterhin bewaffneten Widerstand
Festnahme des Täters
Ruslan Kulikbajev wird nach fünf Schüssen überwältigt und festgenommen, schwer verletzt
Die Spezialeinheit schoss den Attentäter schließlich fünfmal nieder. Trotz schwerer Verletzungen überlebte Kulikbajev und konnte festgenommen werden. Die Festnahme erfolgte nach einem stundelangen Einsatz, der die gesamte Stadt in Atem hielt.
Hinweise auf geplanten Terroranschlag
Die Umstände des Anschlags deuten auf eine systematische Planung hin. Der Einsatz eines gestohlenen Fahrzeugs als Waffe, die religiösen Parolen während der Tat und die gezielte Angriffe auf Polizeikräfte lassen auf einen terroristischen Hintergrund schließen.
Allerdings bleiben wichtige Fragen offen: Welche Verbindungen hatte Kulikbajev zu extremistischen Netzwerken? Was waren seine Motive? Und handelte er allein oder als Teil einer größeren Organisation? Diese Informationen wurden von den kasachischen Behörden bislang nicht vollständig offengelegt.
Auswirkungen auf Kasachstan
Der Anschlag von Almaty hinterließ tiefe Spuren in der größten Stadt Kasachstans. Innerhalb weniger Stunden wurden zehn Menschenleben ausgelöscht und zahlreiche weitere Personen verletzt. Die Tat verdeutlichte die Bedrohung durch Extremismus in Zentralasien und die Gefahren, denen sowohl Zivilisten als auch Sicherheitskräfte im Kampf gegen den Terror ausgesetzt sind.
Die kasachischen Sicherheitsbehörden verschärften nach dem Anschlag ihre Maßnahmen zur Terrorbekämpfung. Der 18. Juli 2016 bleibt ein dunkler Tag in der Geschichte der Stadt, der zeigt, wie schnell aus einem normalen Tag eine Tragödie werden kann.
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