Fallakte

Fakten

TäterMargie Velma Barfield (née Bullard)
OpferStuart Taylor (also known as Rowland Stuart Taylor)
TatzeitpunktFebruary 3, 1978 (Taylor's death)
DeliktFirst-degree murder by arsenic poisoning

Die Giftmörderin in der weißen Pflegekleidung

Margie Velma Barfield wurde am 23. Oktober 1932 im ländlichen South Carolina geboren. Niemand hätte damals ahnen können, dass aus diesem Mädchen eine der rücksichtslosesten Serienmörderinnen der amerikanischen Kriminalgeschichte werden würde – eine Frau, die ihre Position als Hauskrankenschwester systematisch ausnutzte, um Menschen in ihren verletzlichsten Momenten zu töten.

Zwischen 1971 und 1978 vergiftete Barfield gezielt Menschen in ihrem Umfeld mit Arsengift. Zu ihren Opfern zählten ihr damaliger Lebensgefährte Stuart Taylor, ihre eigene Mutter Lillian Bullard sowie das Ehepaar Montgomery und Dollie Edwards, für das sie arbeitete. Außerdem vergiftete sie John Henry Lee. Insgesamt gestand sie, über einen Zeitraum von sieben Jahren fünf Menschen mit Arsen getötet zu haben.

Das niedrige Motiv: Medikamentensucht und Schulden

Barfields Motiv war so banal wie erschreckend. Sie stahl Geld von ihrer Familie und ihren Arbeitgebern, um ihre Sucht nach verschreibungspflichtigen Medikamenten zu finanzieren. Wenn sie beim Diebstahl erwischt wurde oder die Schulden zu drückend wurden, wählte sie eine brutale Lösung: Sie vergiftete ihre Opfer.

Zeitlinie

3. Februar 1978

Stuart Taylor stirbt nach Arsenvergiftung

Velma Barfields Verlobter Stuart Taylor stirbt am 3. Februar 1978. Die anschließende Obduktion weist Arsen in seinem Körper nach.

2. Dezember 1978

Verurteilung

Barfield wird schuldig gesprochen und zum Tode durch Giftinjektion verurteilt.

1. Januar 1979

Urteil 1979 in Berufung bestätigt

Barfields Berufung gegen das Urteil wird 1979 abgewiesen, und die Todesstrafe wird von der Berufungsinstanz in North Carolina bestätigt.

2. November 1984

Velma Barfield hingerichtet – historisch erste durch tödliche Injektion

Am 2. November 1984 wird Barfield im Central Prison in Raleigh, NC, hingerichtet. Sie ist die erste durch tödliche Injektion hingerichtete Frau in den USA und die erste in den USA hingerichtete Frau seit 1962.

Nach ihrer eigenen Darstellung hatte sie nie die Absicht zu töten – sie wollte die Menschen nur "krank machen". Diese Behauptung glaubte nach der Präsentation der Beweise kaum jemand. Die Arsenvergiftung führte bei ihren Opfern zu qualvollem Leiden, bevor sie starben.

Verhaftung und Verurteilung

Am 10. März 1978 wurde Velma Barfield verhaftet. Sie wurde wegen Mordes ersten Grades angeklagt, und am 2. Dezember 1978 sprach sie ein Gericht schuldig. Das Urteil lautete: Tod durch Giftinjektion – ein Urteil, das weit über Barfields eigenes Schicksal hinaus Bedeutung erlangen sollte.

In den Jahren bis zu ihrer Hinrichtung beteuerte Barfield stets, nichts mit dem Tod ihres Ehemanns Jennings Barfield oder von Thomas Burke zu tun zu haben, obwohl der Verdacht auch in diesen Fällen auf sie fiel. Sie bestritt außerdem, voll verantwortlich für ihre Taten zu sein, und behauptete weiterhin, sie habe die Opfer nur krank machen wollen.

Historische Hinrichtung

Am 2. November 1984 wurde Velma Barfield im Central Prison in Raleigh, North Carolina, hingerichtet. Sie war die erste Frau, die in den USA durch Giftinjektion hingerichtet wurde, und zugleich die erste Frau überhaupt, die seit 1962 in den Vereinigten Staaten hingerichtet wurde. Die Hinrichtung markierte ein dunkles Kapitel in der amerikanischen Rechtsgeschichte und entfachte Debatten über Geschlecht, Todesstrafe und Gerechtigkeit.

Frühe Warnsignale

Bereits 1975, bevor die Mordserie ihren Höhepunkt erreichte, hatte Barfield sechs Monate im Gefängnis verbracht – wegen des Ausstellens ungedeckter Schecks. Diese Warnung wurde ignoriert. Es war ein deutliches Zeichen für die finanziellen Probleme und die moralische Verwahrlosung, die sie schließlich zu ihren schwersten Verbrechen treiben sollten.

Systemische Fragen

Der Fall Barfield warf wichtige Fragen über den Zugang zu schutzbedürftigen Menschen durch häusliche Pflegekräfte auf. Er stellte auch die Frage, ob Sucht und wirtschaftliche Verzweiflung Massenmord erklären – wenn auch niemals rechtfertigen – können, besonders wenn er von Frauen in Pflegeberufen begangen wird.

Die Geschichte von Velma Barfield bleibt ein mahnendes Beispiel dafür, wie Vertrauen missbraucht werden kann und wie wichtig Kontrollmechanismen im Gesundheitswesen sind.

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Velma Barfield: Serienmörderin mit Arsengift hingerichtet — TrueCrime.News