Fallakte

Wells Fargo: 3,5 Millionen gefälschte Konten

Bankmitarbeiter eröffneten jahrelang Millionen nicht autorisierter Konten

🇺🇸 Amerikanisch

Veröffentlicht 6. Juni 2025

A man in a business suit waits outside a Wells Fargo branch as a janitor removes the company's sign lettering from the building after the scandal's exposure.
BEWEIS

Falldetails

{"da":"{\"da\":\"Quick Facts\",\"en\":\"Quick Facts\"}","en":"Quick Facts"}

Fallstatus
Aufgeklärt
Ort
San Francisco, California, USA

{"da":"{\"da\":\"Quick Facts\",\"en\":\"Quick Facts\"}","en":"Quick Facts"}

OrtSan Francisco, California, USA

Systematischer Bankbetrug über 14 Jahre\n\nZwischen 2002 und 2016 führten Mitarbeiter der US-amerikanischen Großbank Wells Fargo eine umfassende [INTERN LINK: Betrugsoperation] durch, bei der sie Millionen nicht autorisierter Bankkonten ohne Wissen oder Zustimmung ihrer Kunden eröffneten. Der [INTERN LINK: Finanzbetrug] betraf Millionen Bankkunden in den gesamten Vereinigten Staaten und führte zu einer der höchsten Strafzahlungen in der amerikanischen Finanzgeschichte.\n\nDie nicht autorisierten Konten wurden eröffnet, um aggressive Verkaufsziele und Vergütungsstrukturen zu erfüllen. Zwischen 2011 und 2016 allein legten Mitarbeiter etwa 1,5 Millionen nicht autorisierte Sparkonten und 565.433 Kreditkartenkonten an. Spätere Untersuchungen zeigten, dass die tatsächliche Zahl bis August 2017 auf bis zu 3,5 Millionen gefälschte Konten angestiegen sein könnte.\n\n## Die Betrugsmasche im Detail\n\nDie Mitarbeiter verwendeten mehrere Methoden, um den Betrug durchzuführen. Sie überwiesen Geld von den rechtmäßigen Konten der Kunden, um die gefälschten Konten vorübergehend zu finanzieren – was häufig zu Überziehungsgebühren für die ahnungslosen Kunden führte. Sie erstellten nicht autorisierte Debitkarten mit PIN-Codes, fälschten Kundensignaturen und legten gefälschte E-Mail-Adressen an, um sich unberechtigt für Online-Banking anzumelden.\n\nDer Druck auf die Mitarbeiter war enorm: Wells Fargo setzte ein aggressives Cross-Selling-System ein, bei dem Angestellte dazu angehalten wurden, jedem Kunden möglichst viele Produkte zu verkaufen. Wer die hohen Verkaufsziele nicht erreichte, musste mit Konsequenzen rechnen.\n\n## Massive Schäden für Bankkunden\n\nDer [INTERN LINK: Wirtschaftskriminalität] verursachte erhebliche Schäden bei den Kunden. Wells Fargo kassierte Millionen an unberechtigten Gebühren und Zinsen, beschädigte die Kreditwürdigkeit von Kunden und missbrauchte persönliche Informationen. Die Bank zahlte insgesamt etwa 11 Millionen Dollar an Schadenersatz für unrechtmäßige Gebühren im Zusammenhang mit den gefälschten Konten.\n\nViele Kunden bemerkten die betrügerischen Konten erst, als sie unerklärliche Gebühren auf ihren Kontoauszügen entdeckten oder ihre Kreditwürdigkeit ohne ersichtlichen Grund sank. Die psychische Belastung und der Verwaltungsaufwand für die Betroffenen waren erheblich.\n\n## Rekordstrafen und Vergleichsvereinbarungen\n\nWells Fargo schloss eine „Deferred Prosecution Agreement

Zeitlinie

8. September 2016

Behördliche Durchsetzungsmaßnahme

Das US-Justizministerium gibt bekannt, dass Wells Fargo einem Vergleich zustimmt und 3 Milliarden Dollar zahlt, um strafrechtliche und zivilrechtliche Untersuchungen zur Verkaufspraxis der Bank beizulegen.

31. August 2017

Erweiterte Offenlegung des Ausmaßes

Wells Fargo teilt mit, dass die Zahl der betroffenen Kunden nach einer erweiterten internen Überprüfung der nicht autorisierten Konten auf 3,5 Millionen gestiegen ist.

Zu diesem Fall fragen

Antworten nur aus der Berichterstattung von KrimiNyt

Diesem Fall folgen

Erhalte eine E-Mail, wenn eine neue Doku, ein Podcast oder ein Buch zu Wells Fargo: 3,5 Millionen gefälschte Konten erscheint oder ein Urteil fällt.

Diesen Beitrag teilen: