Yang Xinhai: Chinas schlimmster Serienmörder seit 1949
67 Morde in drei Jahren — das „Monster von Henan
Veröffentlicht 6. Juni 2025

Falldetails
Quick Facts
Klassifizierung:
Das Monster von Henan\n\nYang Xinhai wurde am 17. Juli 1968 in der zentralchinesischen Provinz Henan geboren und sollte zum schlimmsten [INTERN LINK: Serienmörder] Chinas seit Gründung der Volksrepublik 1949 werden. Zwischen 2000 und 2003 verübte er eine beispiellose Mordserie, die sich über vier Provinzen erstreckte: Anhui, Hebei, Henan und Shandong.\n\nDer Mann ohne festen Beruf suchte sich gezielt isolierte Bauernhöfe auf dem Land als Ziele aus. Er schlug nachts zu und löschte ganze Familien aus. Seine Waffen waren Äxte, Hämmer, Spaten und Fleischbeile — Werkzeuge, die er jeweils vor Ort vorfand. Diese brutale Vorgehensweise verbreitete in den ländlichen Gegenden Nordchinas blanke Angst.\n\n## Festnahme nach auffälligem Verhalten\n\nAm 3. November 2003 endete Yang Xinhais Terrorserie in der Stadt Cangzhou. Polizisten wurden auf ihn aufmerksam, als er sich verdächtig in der Nähe einer Grundschule herumtrieb. Bei seiner Festnahme leistete er gewaltsamen Widerstand und versuchte, die Beamten mit einem Klappmesser anzugreifen.\n\nWas zunächst wie eine routinemäßige Festnahme eines Verdächtigen aussah, entpuppte sich als Durchbruch in einer der größten [INTERN LINK: Mordserie] in der chinesischen Kriminalgeschichte. DNA-Analysen verbanden Yang zweifelsfrei mit mehreren Morden in der Stadt Shijiazhuang.\n\nUnter Verhör legte Yang schließlich ein umfassendes Geständnis ab: 67 Morde, 23 Vergewaltigungen und 10 Fälle schwerer Körperverletzung. Als Motiv gab er an, sich am Gesellschaft rächen zu wollen, nachdem seine Freundin ihn verlassen hatte — eine Erklärung, die angesichts des Ausmaßes seiner Verbrechen bizarr wirkte.\n\n## Blitzprozess und schnelle Hinrichtung\n\nDie Justiz handelte in Yangs Fall mit außergewöhnlicher Geschwindigkeit. Vor dem Mittleren Volksgericht der Stadt Luohe wurde er am 1. Februar 2004 schuldig gesprochen. Die gesamte Verhandlung dauerte weniger als eine Stunde — eine bemerkenswert kurze Verfahrensdauer für ein derart umfangreiches Anklageschema.\n\nDas Gericht verhängte die [INTERN LINK: Todesstrafe], die bereits am 14. Februar 2004 durch Erschießen vollstreckt wurde. Zwischen Urteilsverkündung und Hinrichtung lagen lediglich 73 Tage. Seine Leiche wurde anschließend eingeäschert.\n\n## Ein dunkles Kapitel\n\nDer Fall Yang Xinhai gilt als eines der düstersten Kapitel in Chinas moderner Justizgeschichte. Er dokumentiert sowohl das erschreckende Ausmaß der Verbrechen als auch die kompromisslose Reaktion des chinesischen Rechtssystems auf Kapitalverbrechen.\n\nDie Mordserie offenbarte zudem Schwächen in der provinzübergreifenden Polizeiarbeit Chinas zu Beginn der 2000er Jahre. Dass Yang drei Jahre lang unentdeckt zwischen verschiedenen Provinzen operieren konnte, führte später zu Reformen in der überregionalen Verbrechensbekämpfung.\n\nBis heute gilt Yang Xinhai als der Serienmörder mit den meisten bestätigten Opfern in der Geschichte der Volksrepublik China.
Zeitlinie
Mordserie beginnt
Yang Xinhai beginnt seine Mordkampagne in ländlichen Gehöften in vier Provinzen. Er greift nachts isolierte Familien mit am Tatort gefundenen Werkzeugen an.
Festnahme in Cangzhou
Yang Xinhai wird in Cangzhou, Provinz Hebei, festgenommen, nachdem er in der Nähe einer Grundschule herumschleichend beobachtet wurde. Er leistet heftigen Widerstand und versucht, die Polizei mit einem Klappmesser zu stechen.
DNA-Abgleich und Geständnis
Die Polizei verbindet Yang Xinhai über DNA mit Morden in Shijiazhuang. Er gesteht 67 Morde und 23 Vergewaltigungen.
Verurteilung
Das Luohe City Intermediate People's Court verurteilt Yang Xinhai nach einer weniger als eine Stunde dauernden Verhandlung zum Tode.
Hinrichtung
Yang Xinhai wird durch Erschießen hingerichtet und eingeäschert.
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