
Snowtown: Die Morde mit den Leichen in Fässern
Wie John Bunting und seine Komplizen zwischen 1992 und 1999 zwölf Menschen in Südaustralien töteten
Über das Buch
John Bunting, Robert Wagner und James Vlassakis mordeten zwischen 1992 und 1999 in und um Adelaide zwölf Menschen — und hinterließen damit eine der dunkelsten Spuren in der australischen Kriminalgeschichte. Jeremy Pudney, der als Journalist den gesamten Fall begleitete, hat die Verbrechen in seinem Buch „Snowtown: The Bodies in Barrels Murders“ minutiös rekonstruiert.
Die Entdeckung in Snowtown
Im Mai 1999 machten Ermittler einen schaurigen Fund in einer verlassenen Bankfiliale in der Kleinstadt Snowtown, rund 145 Kilometer nördlich von Adelaide: Acht Leichen, schwer verstümmelt, in Plastikfässern konserviert. Der Anblick, der die Beamten erwartete, prägte den Fall für immer — und gab ihm seinen Namen. Die Autopsien ergaben, dass die Opfer vor ihrem Tod systematisch gefoltert worden waren. Serienmörder Australien
Täter mit einer Ideologie des Hasses
Anführer der Gruppe war John Bunting, ein manipulativer und charismatischer Mann, der seine Mittäter gezielt unter Kontrolle hielt. Bunting rechtfertigte die Morde mit einem erklärten Hass auf Pädophile und Homosexuelle — doch nicht alle Opfer entsprachen diesem Profil. Viele von ihnen waren schlicht Menschen aus dem sozialen Umfeld der Täter, die aus persönlichen Gründen ins Visier geraten waren. Dieser Widerspruch zwischen propagierter Ideologie und tatsächlichem Handeln macht den Fall besonders beunruhigend. Manipulation und Mitläufer bei Serientaten
Pudneys Buch als Standardwerk
Pudney stützt sich in seiner Analyse auf Gerichtsakten, Polizeiberichte und eigene Interviews. Das Ergebnis ist eine umfassende Darstellung der Verbrechen, der Hintergründe der Täter und der jahrelangen Ermittlungsarbeit der australischen Behörden. Das Buch gilt heute als die maßgebliche Quelle für alle, die den Snowtown-Fall verstehen wollen — sachlich, präzise und ohne reißerische Überhöhung. True-Crime-Bücher Rezensionen
Ein Fall, der Australien veränderte
Die Snowtown-Morde erschütterten das öffentliche Bewusstsein in Australien nachhaltig. Sie warfen Fragen über soziale Isolation, staatliches Versagen und die Entstehung von Gewalt in marginalisierten Gemeinschaften auf. John Bunting wurde 2003 in allen zwölf Mordfällen schuldig gesprochen und zu lebenslanger Haft ohne Möglichkeit der Bewährung verurteilt — die härteste Strafe, die ein australisches Gericht je verhängt hat.


