Mugshots (2003): Der Mordfall Martha Moxley
Wie ein jahrzehntelang ungeklärter Mord die Verbindung zwischen zwei mächtigen Familien enthüllte
Am 30. Oktober 1975 wird die 15-jährige Martha Moxley im gehobenen Greenwich im US-Bundesstaat Connecticut ermordet aufgefunden. Erschlagen mit einem Golfschläger, der der benachbarten Familie Skakel gehörte – einer Familie, die durch Ethel Skakel Kennedy mit dem Kennedy-Clan verbunden war. Der Fall bleibt jahrzehntelang ungeklärt.
Ein Mord, der Jahrzehnte lang ungesühnt blieb
Die Ermittlungen standen von Anfang an vor erheblichen Hindernissen. Der Einfluss der Familie Skakel und der Zeitablauf erschwerten die Aufklärung des Verbrechens erheblich. Erst im Jahr 2000 – rund 25 Jahre nach der Tat – wurde Michael Skakel verhaftet, der zum Tatzeitpunkt selbst 15 Jahre alt war. Neue Zeugenaussagen und eine Privatermittlung hatten den Cold Case wieder ins Rollen gebracht.
Verurteilung, Aufhebung und endgültige Einstellung
2002 sprach ein Gericht in Connecticut Michael Skakel des Mordes schuldig und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 20 Jahren bis lebenslänglich. Die juristische Odyssee endete damit jedoch nicht. 2013 wurde das Urteil aufgehoben – wegen unzureichender Verteidigung durch seinen damaligen Anwalt. 2016 stellte der Oberste Gerichtshof von Connecticut die ursprüngliche Verurteilung wieder her. Im Mai 2020 ließ die Staatsanwaltschaft die Anklage schließlich endgültig fallen. Seitdem gilt der Mordfall Martha Moxley offiziell als ungeklärt.
Was die Dokumentarserie zeigt
Die Serie Mugshots wurde kurz nach der Verurteilung im Jahr 2003 produziert und widmet sich der langwierigen Ermittlungsgeschichte sowie dem komplexen Gerichtsverfahren. Sie beleuchtet, vor welchen Herausforderungen die Ermittler standen – darunter der Einfluss der Kennedy-Familie und die vergangenen Jahrzehnte seit der Tat.

