Freddie Scappaticci, ein hochrangiges Mitglied der IRA, wurde im April 2003 von nordirischen Journalisten als britischer Militärgeheimdienst-Doppelagent enttarnt. 25 Jahre lang hatte er unter dem Decknamen „Stakeknife“ ein gefährliches Doppelleben geführt. Der BBC-Podcast „Stakeknife“ – die zweite Staffel der Reihe „Cover“ – erzählt diese erschreckende Geschichte.
Ein Maulwurf im Herzen der IRA
Scappaticcis Aufgabe innerhalb der IRA war es, Informanten aufzuspüren und auszuschalten. Gleichzeitig arbeitete er selbst als britischer Agent – eine Doppelrolle, die er zwei Jahrzehnte lang aufrechterhalten konnte. Seine Enttarnung warf ein Schlaglicht auf eines der dunkelsten Kapitel der „Troubles“, des bewaffneten Konflikts in Nordirland.
Scappaticci war in zahlreiche Morde, Entführungen und Folterungen verwickelt. Besonders schwer wiegt dabei, dass ihn sowohl der britische Militärgeheimdienst als auch der Inlandsgeheimdienst MI5 über Jahre hinweg schützten und seine Verbrechen damit de facto ermöglichten. IRA Diese staatliche Deckung eines Mannes, der schwerste Verbrechen beging, wirft bis heute grundlegende Fragen über Verantwortung und Ethik des britischen Staates auf.
Keine Gerechtigkeit für die Opfer
Scappaticci starb, ohne jemals für seine Verbrechen während der „Troubles“ vor Gericht gestellt worden zu sein. Für die Opfer und ihre Angehörigen bedeutete das: keine Verhandlung, keine Verurteilung, keine Gerechtigkeit. Nordirlandkonflikt
Der Podcast gibt den Opfern eine Stimme
Host Mark Horgan spricht im Podcast mit Angehörigen der Menschen, die Scappaticci tötete. Diese Gespräche machen das menschliche Ausmaß der Tragödie greifbar und zeigen, welche ungeheilten Wunden seine Taten hinterlassen haben. True-Crime-Podcasts
Der Podcast ist auf BBC Sounds, Second Captains und der Little-Wing-Plattform verfügbar.