Chris Brown bekannte sich 2009 zur schweren Körperverletzung an Rihanna
In der Nacht zum 8. Februar 2009 griff Sänger Chris Brown seine damalige Freundin Rihanna in Los Angeles an — der Fall endete mit einem Schuldbekenntnis und fünf Jahren Bewährung.
Veröffentlicht 3. Juni 2026

Fakten
Der Fall im Überblick
In der Nacht zum 8. Februar 2009 griff der amerikanische Sänger Chris Brown seine damalige Freundin Robyn Rihanna Fenty — bekannt als Rihanna — in Los Angeles, Kalifornien, an. Am 22. Juni 2009 bekannte sich Brown vor dem Superior Court of Los Angeles County im Rahmen eines Plea Deals schuldig. Der Fall wurde 2015 formell abgeschlossen, als ein Richter die Bewährungszeit für erfüllt erklärte.
Der Fall erregte weltweit Aufsehen — zum einen, weil beide Parteien angesehene Musikerinnen und Musiker mit internationalem Publikum waren, zum anderen, weil der Vorfall unmittelbar vor der Grammy-Verleihung 2009 stattfand. Er rückte erneut das Thema häusliche Gewalt in den Fokus und warf die Frage auf, ob Bekanntheit und Talent die Strafzumessung beeinflussen sollten.
Die Tat
In der Nacht zum 8. Februar 2009, nach einer Vorfeier anlässlich der Grammy-Verleihung, griff Chris Brown Rihanna in Los Angeles an. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft umfasste der Angriff Schläge, Würgen und Beißen. Die Behörden stufte den Vorfall nach kalifornischem Strafrecht als schwere Körperverletzung sowie als Bedrohung ein.
Zeitlinie
Übergriff findet in Los Angeles statt
In der Nacht zum 8. Februar 2009, nach einer Vorfeier vor der Grammy-Verleihung, greift Chris Brown Rihanna in Los Angeles an. Die LAPD leitet Ermittlungen ein.
Brown bekennt sich nicht schuldig
Im April 2009 erscheint Chris Brown vor Gericht und bekennt sich nicht schuldig der Anklagen wegen schwerer Körperverletzung und Bedrohung.
Brown ändert Plädoyer auf schuldig
Am 22. Juni 2009 bekennt sich Brown vor dem Superior Court of Los Angeles County im Rahmen einer Absprache (plea deal) schuldig.
Urteil verkündet: 5 Jahre Bewährung, keine Haft
Brown wird zu 5 Jahren Bewährung, 6 Monaten gemeinnütziger Arbeit und einer verpflichtenden Beratung zu häuslicher Gewalt verurteilt — keine Haftstrafe.
Bewährung für abgeschlossen erklärt
2015 erklärt ein Richter am Superior Court of Los Angeles County Browns Bewährung für abgeschlossen. Der Fall wird formell beendet.
Ermittlungen
Das Los Angeles Police Department (LAPD) nahm unmittelbar nach dem Vorfall in der Nacht zum 8. Februar 2009 die Ermittlungen auf. Der Fall wurde anschließend an die Staatsanwaltschaft des Los Angeles County übergeben. Über die konkreten Ermittlungsschritte liegen keine weiteren verifizierten Informationen vor.
Gerichtsverfahren und Urteil
Im April 2009 erschien Chris Brown vor Gericht und plädierte auf nicht schuldig. Am 22. Juni 2009 änderte er sein Plädoyer jedoch und bekannte sich vor dem Superior Court of Los Angeles County im Rahmen eines Plea Deals schuldig. Es kam damit nie zu einer eigentlichen Verhandlung vor Geschworenen.
Das im August 2009 verkündete Urteil lautete:
- 5 Jahre Bewährung
- 6 Monate gemeinnützige Arbeit (Community Labor)
- Verpflichtende Beratung zu häuslicher Gewalt
- Keine Gefängnisstrafe
Wie unter anderem The Guardian berichtete, stieß die Strafzumessung — insbesondere das Ausbleiben einer Freiheitsstrafe — bei zahlreichen Kommentatoren und Organisationen, die sich gegen Gewalt in Beziehungen einsetzen, auf Kritik. Andere wiesen darauf hin, dass Bewährungsstrafen bei Ersttätern im kalifornischen Rechtssystem durchaus üblich seien. Es liegen keine Hinweise darauf vor, dass das Urteil angefochten wurde.
Der Fall heute
2015 erklärte ein Richter des Superior Court of Los Angeles County Chris Browns Bewährungszeit für erfüllt, womit der Fall formell abgeschlossen wurde. Laut People Magazine war Brown danach in weitere rechtliche Auseinandersetzungen verwickelt, die jedoch nicht Gegenstand dieses Falls sind.
Der Fall gilt in der Öffentlichkeit weiterhin als Referenzbeispiel in Debatten über Strafverfolgung prominenter Täter, Medienberichterstattung über prominente Täter und Strafzumessung im amerikanischen Rechtssystem.
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