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Gesche Gottfried: Der Engel von Bremen und ihre 15 Opfer

Die Bremer Serienmörderin vergiftete zwischen 1813 und 1828 fünfzehn Menschen mit Arsen und wurde 1831 öffentlich hingerichtet.

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Veröffentlicht 4. Mai 2026

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Falldetails

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Fallstatus
Aufgeklärt
Ort
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Fakten

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Gesche Margarethe Gottfried, geborene Timm, vergiftete zwischen etwa 1813 und 1828 in Bremen mindestens 15 Menschen mit Arsen. Sie wurde am 6. März 1785 in Bremen geboren und sollte als eine der berüchtigtsten Serienmörderinnen in die Geschichte der Hansestadt eingehen.

Der „Engel von Bremen“

Bevor ihre wahren Taten ans Licht kamen, genoss Gottfried in ihrer Umgebung einen tadellosen Ruf. Die Menschen, die sie kannten, nannten sie den „Engel von Bremen“ – ein Beiname, der die erschreckende Diskrepanz zwischen ihrem öffentlichen Image und ihren heimlichen Verbrechen verdeutlicht. Serienmörderinnen Dieser Kontrast macht den Fall bis heute zu einem der rätselhaftesten der deutschen Kriminalgeschichte, denn was sie zu ihren Taten trieb, ist nie vollständig geklärt worden.

Arsen als Tatwaffe

Als Mordwaffe wählte Gottfried Arsen – ein zu jener Zeit schwer nachweisbares Gift, das geschmacklos ist und sich leicht in Speisen oder Getränken verstecken lässt. Die Symptome einer Arsenvergiftung wurden damals häufig mit natürlichen Krankheiten verwechselt, was die Aufdeckung solcher Verbrechen erheblich erschwerte. Vergiftungsmorde Dass Gottfried über einen so langen Zeitraum unentdeckt morden konnte, lag nicht zuletzt an ihrem makellosen Ruf als fürsorgliche und hilfsbereite Frau.

Zeitlinie

6. März 1785

Gesche Margarethe Timm geboren

Gesche Margarethe Timm wurde in Bremen geboren. Sie sollte später als eine der berüchtigtsten Serienmörderinnen Deutschlands bekannt werden.

1. Januar 1813

Die Morde beginnen

Gesche Gottfried begann, Menschen mit Arsen zu vergiften. Sie setzte das Gift über mehrere Jahre systematisch ein.

1. Juni 1816

Tod des ersten Ehemanns

Ihr erster Ehemann starb, nachdem er mit Arsen vergiftete Nahrung zu sich genommen hatte.

1. Januar 1817

Fortgesetzter Einsatz von Arsen

Nachdem ihr erster Arsenvorrat aufgebraucht war, setzte sie die Morde später mit 'Mäusebutter' (einer Mischung aus Butter und Arsen) fort.

22. Dezember 1826

Wilhelmine Rumpff stirbt

Wilhelmine Rumpff starb, nachdem Gesche ihr Berichten zufolge zweimal Gift verabreicht hatte.

1. Mai 1827

Beta Schmidt und Tochter sterben

Beta Schmidt und ihre dreijährige Tochter starben, nachdem ihnen Gift verabreicht worden war. Die Mutter überlebte das Kind um zwei Tage.

1. Januar 1828

Entdeckung und Festnahme

Eine verdächtige Substanz wurde untersucht und enthielt nachweislich Arsen. Gesche Gottfried wurde an ihrem Geburtstag festgenommen.

21. April 1831

Hinrichtung auf dem Domshof

Gesche Gottfried wurde durch Enthauptung auf dem Domshof vor dem Bremer Dom hingerichtet. Dies war die letzte öffentliche Hinrichtung Bremens. Der Ort ist heute mit dem Spuckstein-Denkmal markiert.

Zu ihren Opfern zählten unter anderem Wilhelmine Rumpff, die am 22. Dezember 1826 starb, sowie Beta Schmidt und deren dreijährige Tochter, die im Mai 1827 ums Leben kamen – die Mutter überlebte ihre Tochter dabei nur um zwei Tage.

Entdeckung und Verhaftung

Im Jahr 1828 wurde eine verdächtige Substanz untersucht und als Arsen identifiziert. Gottfried wurde daraufhin an ihrem Geburtstag verhaftet. Der Prozess gegen die einst so angesehene Bürgerin muss für die Bevölkerung Bremens ein tiefer Schock gewesen sein.

Hinrichtung und Gedenkstein

Das Urteil war eindeutig: Gesche Gottfried wurde zum Tode verurteilt. Am 21. April 1831 fand auf dem Bremer Domshof die Hinrichtung durch Enthauptung statt – es war die letzte öffentliche Hinrichtung in Bremen. Historische Hinrichtungen Der Ort ist bis heute durch den sogenannten Spuckstein markiert, ein Gedenkstein in der Bremer Innenstadt, dessen Name auf die Verachtung hinweist, die die Bevölkerung der Mörderin entgegenbrachte.

Kulturelles Erbe

Der Fall Gesche Gottfried wurde Teil des kulturellen Gedächtnisses Deutschlands. Der Regisseur Rainer Werner Fassbinder griff die Geschichte auf und verarbeitete sie sowohl in einer Verfilmung als auch in einem Theaterstück mit dem Titel „Bremer Freiheit“. Diese künstlerischen Auseinandersetzungen zeigen, wie sehr die Geschichte der Serienmörderin die Fantasie nachfolgender Generationen beschäftigt hat.

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