Lasermannen: John Ausonius' rassistische Anschlagsserie
Der schwedische Serienschütze verbreitete mit Laservisier und Rassenhass zwei Jahre lang Terror
Veröffentlicht 6. Juni 2025
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Der Beginn von John Ausonius' rassistischer Terrorkampagne
Zwischen Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre erschütterte eine grauenhafte Serie von Schussanschlägen Schweden. Die Opfer waren ausnahmslos Männer mit dunkler Hautfarbe. Der Täter John Ausonius wurde in den Medien als "Lasermannen" bekannt – ein Name, der auf sein Laservisier zurückging, das einen roten Punkt auf die Opfer projizierte, bevor die Schüsse fielen. Diese Anschläge, getrieben von tiefem Rassismus und dem Wunsch, Terror zu verbreiten, entwickelten sich zu einem wahren Kriminal-Thriller, der nicht nur tiefe Narben in der schwedischen Gesellschaft hinterließ, sondern auch die größte Fahndung seit dem Olof-Palme-Mord auslöste.
Von Zaugg zu Ausonius: Die Identitätskrise des Lasermannen
John Wolfgang Alexander Ausonius wurde am 6. Oktober 1953 als Wolfgang Alexander Zaugg in Lidingö, Schweden, geboren. Seine Kindheit in einer dysfunktionalen Familie war von Mobbing geprägt – seine dunklen Haare und Augen machten ihn zur Zielscheibe. Dies führte zu tiefer Frustration und einer schweren Identitätskrise bezüglich seiner ethnischen Herkunft. Als Teenager begann er, seine Haare zu bleichen und trug blaue Kontaktlinsen, um "arischer" zu wirken.
Die Krise eskalierte 1979, als er seinen Namen zunächst in Stannerman und später in Ausonius änderte. Sein verzerrtes Selbstbild als verfolgter Außenseiter wurde durch gewalttätige Episoden und mehrere Verurteilungen wegen Körperverletzung in der Jugend weiter verstärkt.
Zeitlinie
Geburt als Wolfgang Alexander Zaugg
John Ausonius wird in Lidingö, Schweden, geboren und wächst unter dysfunktionalen Familienverhältnissen auf.
Namensänderung
Zaugg ändert seinen Namen zunächst in Stannerman, später in Ausonius, als Teil seiner Identitätskrise.
Militärdienst
Ausonius leistet Dienst im schwedischen Militär und erwirbt technisches Wissen über Waffen (1981-1982).
Erster registrierter Angriff
Ausonius begeht seine erste rassistisch motivierte Schießerei im Raum Stockholm.
Beginn der Bankraubserie
Parallel zu den Angriffen beginnt Ausonius eine Serie professionell geplanter Banküberfälle zur Finanzierung.
Letzter Angriff in Schweden
Ausonius begeht seine 11. und letzte Schießerei in Schweden.
Festnahme
Durch Überwachungsvideos und die Verbindung zum Namen 'Stannerman' wird Ausonius identifiziert und festgenommen.
Erstes lebenslängliches Urteil
Ausonius wird in Schweden für die Angriffsserie und die Banküberfälle zu lebenslanger Haft verurteilt.
Militärisches Wissen: So baute Ausonius das Laservisier
Während seiner Zeit beim schwedischen Militär (1981-1982) erwarb Ausonius technisches Wissen über Waffen. Er modifizierte ein privat erworbenes .22LR-Gewehr, indem er den Lauf verkürzte und ein selbstgebautes Laservisier montierte – eine technische Improvisation, die zum unheimlichen Markenzeichen des Lasermannen wurde. Dieses Laservisier war nicht nur eine tödliche Waffe, sondern auch ein Instrument psychologischen Terrors: Die Opfer sahen den roten Punkt auf ihrem Körper, Sekunden bevor der Schuss fiel.
Rassistische Anschläge: 11 Opfer im Raum Stockholm
Zwischen September 1989 und Juli 1991 verübte John Ausonius insgesamt 11 Schussanschläge in Stockholm und der Umgebung. Die Opfer wurden ausschließlich aufgrund ihres ethnischen Aussehens ausgewählt, was Rassismus als primäres Motiv zementiert. Der erste registrierte Anschlag ereignete sich am 28. September 1989, der letzte am 31. Juli 1991.
Bei mehreren Angriffen wurden die Opfer schwer verletzt, doch bei diesen Anschlägen in Schweden starb niemand. Die willkürliche Auswahl der Opfer und die Brutalität der Taten versetzten die Bevölkerung in Angst und Schrecken.
Der gutgekleidete Bankräuber: 9 Überfälle zur Terrorfinanzierung
Um sein Doppelleben und seine Terroraktivitäten zu finanzieren, beging John Ausonius auch eine Serie von neun professionell geplanten Banküberfällen. Bei diesen Raubzügen trat er oft als gutgekleideter Geschäftsmann auf, manchmal sogar nur mit einer Attrappe bewaffnet. Dies verwirrte die Polizei zusätzlich bei der Untersuchung der Verbindung zwischen den Überfällen und den Schussanschlägen.
Fahndung: Überwachungsvideos und 'Stannerman' überführen ihn
Die anfänglichen Ermittlungen der Stockholmer Polizei waren davon geprägt, die rassistisch motivierten Anschläge als isolierte Vorfälle zu behandeln. Nach mehreren Angriffen wurde eine Spezialeinheit eingerichtet. Ballistische Untersuchungen der verwendeten Waffen erwiesen sich als entscheidend, da sie mehrere Anschläge miteinander verbanden.
Der Durchbruch kam durch Überwachungsaufnahmen von Banküberfällen und die Verbindung zu seinem früheren Namen "Stannerman". Diese Spur führte die Ermittler direkt zu John Ausonius, der schließlich identifiziert und festgenommen werden konnte. Die Kombination aus forensischer Arbeit und klassischer Ermittlungsarbeit beendete eine der intensivsten Fahndungen in der schwedischen Kriminalgeschichte.
Medienberichterstattung
TV series
- Jagd auf den Lasermann: John Ausonius terrorisierte Schweden(2026)
- Lasermannen: Rassistische Mordserie in Stockholm(2026)
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