Fallakte

Notorious B.I.G. bei Drive-by-Schießerei in Los Angeles getötet

Der Mord an Christopher Wallace gilt bis heute als ungelöst

🇺🇸 Amerikanisch

Veröffentlicht 6. Juni 2025

A figure resembling The Notorious B.I.G. leaves the Petersen Automotive Museum, wearing a distinctive suit, surrounded by a crowd of fans and paparazzi.
BEWEIS

Am 9. März 1997 wurde Christopher Wallace, besser bekannt als Notorious B.I.G. oder Biggie Smalls, auf einer Straße in Los Angeles erschossen. Der Rapper war 24 Jahre alt.

Die Tat ereignete sich auf dem Wilshire Boulevard an der Kreuzung mit der Fairfax Avenue, wo Wallaces grüner GMC Suburban an einer roten Ampel stand. Augenzeugen zufolge wurden vier Schüsse aus einem dunklen Chevrolet Impala auf das Fahrzeug abgefeuert. Wallace saß auf dem Beifahrersitz und wurde von allen vier Kugeln getroffen — 9-mm-Munition, die später als seltene panzerbrechende Gecko-Projektile identifiziert wurde.

Um 01:15 Uhr wurde Wallace im Cedars-Sinai Medical Center für tot erklärt. Damit begann ein ungeklärter Mordfall, der bis heute nicht gelöst ist.

Zeitlinie

9. März 1997

Schüsse auf dem Wilshire Boulevard

Christopher Wallace wurde bei einem Drive-by-Schuss an der Kreuzung Wilshire Boulevard/Fairfax Avenue in Los Angeles angeschossen, während sein Fahrzeug an einer roten Ampel stand. Vier Schüsse wurden aus einem dunklen Chevrolet Impala abgefeuert.

9. März 1997

Tod festgestellt

Wallace wurde um 01:15 Uhr im Cedars-Sinai Medical Center für tot erklärt.

1. Januar 2007

Klage wegen widerrechtlicher Tötung

Wallaces Familie reichte eine Klage wegen widerrechtlicher Tötung gegen das LAPD ein.

Der Täter ohne Namen

Zum Zeitpunkt der Tat kam Wallace gerade von den Soul Train Music Awards. Der Täter wurde als afroamerikanischer Mann in blauem Anzug mit Fliege beschrieben. Trotz umfangreicher Ermittlungen gelang es den Behörden nie, jemanden zu identifizieren oder anzuklagen.

Das FBI leitete eine Untersuchung ein, stellte diese jedoch 2005 ohne Ergebnis ein. Im Laufe der Jahre wurden verschiedene Theorien zu Motiv und Täterschaft aufgestellt.

Die Suge-Knight-Theorie

Ein pensionierter FBI-Agent brachte die Behauptung ins Spiel, dass Suge Knight — ehemaliger Chef des Plattenlabels Death Row Records — den Mord als Vergeltung für die Erschießung von Tupac Shakur im September 1996 in Auftrag gegeben haben könnte. Tupac war eng mit Death Row Records verbunden.

Diese Theorie stützte sich auf den sogenannten Ost-West-Küsten-Konflikt in der Hip-Hop-Industrie, wurde jedoch nie juristisch bewiesen.

Zivilklage gegen die Polizei

2007 reichte Wallaces Familie eine Schadensersatzklage über 400 Millionen Dollar gegen das LAPD ein. Die Klage warf Fragen über den Umgang der Polizei mit den Ermittlungen und mögliche Verbindungen zu lokalen Korruptionsnetzwerken auf.

Mit Notorious B.I.G.s Tod verlor der Rap eine seiner innovativsten Stimmen. Sein Mord blieb ein ungeklärtes Kapitel der Kriminalgeschichte — ein Fall, der in Dokumentarfilmen, Büchern und Podcasts immer wieder aufgegriffen wurde, ohne dass die Antworten je wirklich ans Licht kamen.

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