Serie🇺🇸 Amerikanisch2008

Deadly Women: Die Psychologie hinter weiblichen Mörderinnen

Die True-Crime-Anthologieserie beleuchtet die Motive von Frauen, die töten – und stellt unbequeme Fragen über gesellschaftliche Erwartungen

★ IMDb 7,9Streamt auf Pluto TV, Samsung TV Plus, Apple TV
Regie/Produktion
Ukendt

Fakten

SerientitelDeadly Women
GenreTrue-Crime-Anthologieserie
ProduktionslandAustralien
ProduktionsfirmaBeyond International
Erstausstrahlung2005

Die True-Crime-Anthologieserie Deadly Women untersucht, was Frauen dazu bringt, Menschen zu töten – und warum die Gesellschaft sie so lange nicht als Täterinnen wahrnimmt. Die Serie ist kostenlos auf Pluto TV streambar und auch auf Samsung TV Plus sowie Apple TV verfügbar.

Worum geht es in der Serie?

Deadly Women ist eine Anthologieserie, die sich ausschließlich mit Frauen befasst, die Mord begangen haben. Anders als viele True-Crime-Produktionen, die sich auf einen einzigen Fall konzentrieren, präsentiert jede Episode drei bis vier voneinander unabhängige Kriminalfälle – jeweils mit eigener Täterin, eigenen Opfern und eigener Vorgeschichte.

Jede Episode funktioniert als Mini-Dokumentation: Expertinnen und Experten aus Kriminologie, Psychologie und ehemalige Ermittlerinnen und Ermittler analysieren die Fälle, während dramatisierte Rekonstruktionen die Ereignisse anschaulich machen. Polizeiberichte, Gerichtsdokumente und forensisches Beweismaterial fließen in die Darstellung ein.

Die Grundthese der Serie lautet: Frauen töten aus anderen Motiven als Männer. Während Männer häufiger impulsiv oder aus Wut handeln, stehen bei Frauen laut der Serie Gier, Rache, die Angst vor einem Skandal oder der Wunsch nach Kontrolle im Vordergrund.

Serienmörderinnen

Die bekanntesten Profile

Da es sich um eine Anthologie handelt, porträtiert die Serie eine Vielzahl realer weiblicher Täterinnen. Zu den bekanntesten gehören:

Aileen Wuornos – eine der bekanntesten verurteilten Serienmörderinnen der USA, die in Florida in den Jahren 1989 bis 1990 sieben Männer tötete. Sie wurde am 9. Oktober 2002 hingerichtet und ist seither eine Ikone der True-Crime-Kultur.

Susan Smith – eine amerikanische Mutter, die 1994 ihre beiden Söhne ertränkte, indem sie ihr Auto in einen See in South Carolina rollen ließ. Sie verbüßt eine lebenslange Haftstrafe ohne Möglichkeit der Bewährung.

Elizabeth Wettlaufer – eine kanadische Krankenschwester, die gestand, acht älteren Patientinnen und Patienten in einem Pflegeheim in Ontario tödliche Insulininjektionen verabreicht zu haben. Auch sie wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

Jane Toppan – ein historischer Fall aus dem frühen 20. Jahrhundert: Eine amerikanische Krankenschwester gestand, mehr als 30 Patientinnen und Patienten vergiftet zu haben. Sie wurde für geisteskrank erklärt und auf Lebenszeit in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen.

Ein gemeinsames Muster zieht sich durch viele Episoden: Die Täterinnen konnten ihre Verbrechen lange verbergen, weil ihr Umfeld sie schlicht nicht als mögliche Täterinnen in Betracht zog. Die Serie nutzt dieses Muster als roten Faden und stellt die Frage: Was ist es an unserem Bild von Frauen, das sie zu so effektiven Täterinnen im Verborgenen macht?

Aileen Wuornos

Produktion und Aufbau

Deadly Women wird vom australischen Produktionsunternehmen Beyond International produziert, das auf Faktunterhaltung und Dokumentarformate für den internationalen Markt spezialisiert ist. Jede Episode dauert etwa 42 bis 43 Minuten und ist so konzipiert, dass sie unabhängig von den anderen gesehen werden kann.

Die Serie hält eine IMDb-Bewertung von 7,9 von 10 auf Basis von über 2.100 Nutzerbewertungen – ein Zeichen für eine treue und engagierte Zuschauschaft.

Die Altersfreigabe liegt grundsätzlich bei TV-PG, einzelne Episoden tragen aufgrund von grafischen Gewalt- und Verbrechensdarstellungen eine TV-14-Kennzeichnung.

Rezeption

Die Serie wird von True-Crime-Fans insgesamt positiv aufgenommen. Besonders hervorgehoben wird die Verbindung aus psychologischer Tiefe und faktischer Genauigkeit. Das Format mit drei bis vier Täterinnen pro Episode verschafft einen breiten Überblick über Muster und Mechanismen weiblicher Gewalt.

Kritische Stimmen bemängeln, dass sich die Motive – vor allem Gier und Rache – von Episode zu Episode wiederholen. Doch dieser Einwand spiegelt laut kriminologischer Forschung letztlich die Realität wider: Diese Motive sind tatsächlich die häufigsten unter weiblichen Täterinnen.

Größere Kontroversen rund um die Serie sind nicht bekannt. Sie gilt allgemein als verantwortungsvolle und ethisch vertretbare Aufarbeitung realer Verbrechen, die weder die Opfer instrumentalisiert noch die Täterinnen glorifiziert.

Auf Pluto TV gehört Deadly Women regelmäßig zu den meistgeklickten True-Crime-Titeln im Katalog.

True-Crime-Serien im Überblick

Der aktuelle Stand

Die meisten der in Deadly Women porträtierten Frauen befinden sich weiterhin in Haft. Susan Smith verbüßt ihre lebenslange Strafe im Leath Correctional Institution in South Carolina. Elizabeth Wettlaufer ist seit ihrer Verurteilung im Jahr 2017 in Kanada inhaftiert. Aileen Wuornos wurde, wie erwähnt, im Jahr 2002 hingerichtet.

Die Serie gilt als eine der frühen und bis heute relevanten True-Crime-Anthologien, die weibliche Täterinnen in den Mittelpunkt rückten – zu einer Zeit, als das Genre noch überwiegend männliche Täter in den Fokus stellte. Dank ihrer kostenlosen Verfügbarkeit auf Pluto TV und Samsung TV Plus bleibt Deadly Women ein fester Bezugspunkt in der True-Crime-Debatte – und eine Erinnerung daran, dass Verbrechen kein Geschlecht kennt.

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