Serie2016

The Deck: Der True-Crime-Podcast, der Spielkarten nutzt

Jede Episode, eine neue ungelöste Tat – Ashley Flowers beleuchtet Cold Cases aus amerikanischen Gefängniskartenspielen

Streamt auf Tubi
Regie/Produktion
Audiochuck (Ashley Flowers)

Fakten

SerientitelThe Deck
FormatTrue-Crime-Podcast / Streamingserie
ModeratorinAshley Flowers
ProduktionsfirmaAudiochuck
Erstveröffentlichung2022

The Deck ist eine True-Crime-Podcastserie des Medienunternehmens Audiochuck, die Moderatorin Ashley Flowers seit 2022 produziert. Die Prämisse ist so einfach wie wirkungsvoll: In vielen amerikanischen Gefängnissen werden Kartenspiele verkauft, auf denen Bilder und Informationen zu ungelösten Vermisstenfällen und Morden abgedruckt sind – in der Hoffnung, dass Insassen zur Aufklärung beitragen können. Ashley Flowers greift dieses Konzept auf und widmet jeder Karte – und damit jedem Opfer – eine eigene Episode.

Wie funktioniert das Anthologie-Format?

The Deck folgt keiner einzigen durchgehenden Geschichte. Stattdessen lernen Hörerinnen und Hörer in jeder Episode ein neues Opfer, eine neue Familie und eine neue ins Stocken geratene Ermittlung kennen. Es gibt keinen gemeinsamen Täter, keinen übergreifenden Prozess – stattdessen steht das menschliche Porträt der Opfer und ihrer Angehörigen im Mittelpunkt. Die Fälle variieren nach Zeit, geografischer Lage und Art: von nicht identifizierten Leichen bis hin zu verschwundenen jungen Frauen im amerikanischen Mittleren Westen.

Gemeinsam ist den meisten Fällen, dass sie im System feststecken: Zeugen sind schwer zu finden, physische Beweise sind über die Jahre verloren gegangen, und die Familien leben jahrelang mit einer offenen Wunde. Genau diese Frustration versucht The Deck anzugehen, indem die Serie neues Licht auf die Fälle wirft – und in einigen Fällen hat der Podcast tatsächlich dazu beigetragen, dass Behörden die Ermittlungen wieder aufgenommen haben.

Ashley Flowers arbeitet eng mit den Angehörigen der Opfer und den Ermittlern zusammen, die noch aktiv an den Fällen arbeiten. Das verleiht den Episoden eine Nähe und einen respektvollen Umgang mit den Opfern, der die Serie von sensationsgetriebenen True Crime Podcasts abhebt.

Produktion und Streamingstart

The Deck wird von Audiochuck produziert – dem Medienunternehmen, das Ashley Flowers gegründet hat und das auch hinter dem populären Podcast Crime Junkie steht. Die Serie wurde als reines Audioformat konzipiert und ist für ihren produzierten, journalistisch verankerten Stil bekannt.

Im Sommer 2024 debütierten beide Staffeln auf Tubi, der kostenlosen, werbefinanzierten Streamingplattform im Besitz der Fox Corporation. Der Wechsel auf die Videoplattform brachte der Serie ein deutlich breiteres Publikum, obwohl der Inhalt weiterhin audiogeprägt ist und nicht dem klassischen Dokumentarfilm-Format mit Kamerateams und Interviews entspricht. Insgesamt umfasst die Serie mindestens 24 Episoden in zwei Staffeln.

Rezeption und Wirkung

The Deck gilt als eine der stärkeren True-Crime-Produktionen im Audiochuck-Katalog. Hörerinnen und Hörer loben insbesondere den respektvollen Umgang mit den Opfern und Angehörigen sowie die übersichtliche Episodenstruktur, die auch komplexe Fälle gut handhabbar macht. Auf Podcastplattformen wie Apple Podcasts und Spotify hat die Serie hohe Nutzerbewertungen erzielt und wird regelmäßig in Empfehlungslisten für Cold Cases aufgeführt.

Da es sich primär um ein Podcastformat handelt, ist die Serie nicht bei IMDb gelistet, und es gibt keine offizielle Kritikerauswertung einschlägiger Filmmedien.

Ein Hinweis für Interessierte: The Deck ist nicht mit anderen True-Crime-Produktionen auf Tubi zu verwechseln – etwa mit True Crime Files: The Shocking Case of Brian Cohee Jr., einem separat produzierten Dokumentarfilm ohne Verbindung zu The Deck.

Der aktuelle Stand

Da die Serie fortlaufend neue Fälle vorstellt, bleibt ihre Relevanz konstant. Einige der behandelten Fälle wurden anschließend von Ermittlungsbehörden neu aufgerollt. Ashley Flowers und Audiochuck haben es zum festen Bestandteil der Serie gemacht, den Kontakt zu Ermittlern und Familien auch nach Ende einer Episode aufrechtzuerhalten. Wer in einzelne Fälle und Episoden eintauchen möchte, findet auf der offiziellen Podcast-Website eine vollständige Episodenübersicht mit Opfernamen und Fallnummern.

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