
Boston Strangler-Touren – Auf den Spuren der schlimmsten Verbrechen der USA
Der Boston Strangler gilt als einer der brutalsten Serienmordsfälle in der Geschichte der USA. Zwischen 1962 und 1964 wurden mindestens 13 Frauen im Großraum Boston ermordet, häufig am helllichten Tag in ihren eigenen Wohnungen. Der Fall erschütterte die Stadt und versetzte die Bevölkerung in massive Angst.
Heute bieten mehrere Reiseveranstalter geführte Touren zu den Tatorten an. Die Touren sind darauf ausgelegt, Einblicke in einen der faszinierendsten Fälle der Kriminaljustiz sowie in die Gesellschaft zu geben, die vom Terror heimgesucht wurde.
Die bekanntesten Tatorte
Die Touren umfassen in der Regel Häuser und Wohnungen in Cambridge und Beacon Hill, wo die Opfer aufgefunden wurden. Die Guides erläutern die Details jedes einzelnen Falls und erklären, wie die Polizei schließlich Albert DeSalvo als Täter identifizierte. Einige Touren legen besonderen Schwerpunkt darauf, wie Technologie und Ermittlungsmethoden – nach heutigen Maßstäben äußerst primitiv – damals zum Einsatz kamen.
Kontroversen und Kritik
Es lohnt sich, darauf hinzuweisen, dass diese Touren nicht unumstritten sind. Viele Bewohner Bostons sowie Nachkommen der Opfer empfinden es als unangemessen, Tragödien zu Touristenattraktionen zu machen. DeSalvo wurde für die Boston-Strangler-Morde nie offiziell verurteilt, da er 1973 im Gefängnis getötet wurde, bevor ein Prozess stattfinden konnte.
Praktische Informationen
Die Touren dauern in der Regel zwei bis drei Stunden und setzen eine gewisse körperliche Fitness voraus, da ein Großteil der Strecke zu Fuß zurückgelegt wird. Am besten bucht man sie über etablierte True-Crime-Reiseveranstalter in Boston. Die Preise liegen zwischen 40 und 80 Dollar. Die Touren sind nicht für Kinder oder Personen empfehlenswert, die sensibel auf Gewaltdarstellungen reagieren.
Wer sich für Kriminalgeschichte interessiert, dem sei gesagt: Der Boston-Strangler-Fall ist ein bedeutendes Kapitel der amerikanischen Rechtsmedizingeschichte – doch wer die Orte besucht, sollte dies mit dem gebotenen Respekt gegenüber den Opfern und ihren Familien tun.
