Boston Strangler: Das Geständnis, das nie zum Urteil wurde
Albert DeSalvo gestand 13 Morde in der Region Boston – verurteilt wurde er dafür nie
Veröffentlicht 6. Juni 2025

Falldetails
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Albert DeSalvo wurde am 27. Oktober 1964 im Großraum Boston festgenommen, nachdem er sich als Detektiv ausgegeben und eine Frau überfallen hatte. Doch nicht diese Anklage sollte seinen Namen in die Kriminalgeschichte eingehen lassen.
Das Geständnis
1965, während DeSalvo im Bridgewater State Hospital untergebracht war, gestand er, der Boston Strangler zu sein – und erklärte sich für 13 Morde verantwortlich, die die Region zwischen 1962 und 1964 erschüttert hatten. Über 50 bis 60 Stunden Geständnisaufnahmen wurden angefertigt. Die Polizei verfügte jedoch nicht über ausreichende Beweise, um ihn für die Morde strafrechtlich zu verfolgen. Die Opfer waren durch Erwürgen ums Leben gekommen.
Serienmörder USA
Zeitlinie
Die Morde des Boston Strangler beginnen
Dreizehn Frauen wurden im Zeitraum 1962-1964 im Raum Boston durch Erwürgen ermordet.
DeSalvo wird verhaftet
Albert DeSalvo wurde verhaftet, nachdem er sich als Detektiv ausgegeben und eine Frau in Greater Boston überfallen hatte.
Geständnis wird aufgezeichnet
Während DeSalvo im Bridgewater State Hospital untergebracht war, gestand er, der Boston Strangler zu sein, und behauptete, für 13 Morde verantwortlich zu sein. Über 50-60 Stunden Geständnisband wurden aufgenommen.
Urteil wegen anderer Straftaten
DeSalvo wurde für unabhängige Überfälle und Vergewaltigungen zu lebenslanger Haft verurteilt, jedoch nie für die Morde. Der Polizei fehlten ausreichende physische Beweise.
DeSalvo stirbt im Gefängnis
DeSalvo wurde im Gefängnis erstochen und getötet. Vor seinem Tod widerrief er sein Geständnis.
DNA-Beweise verbinden DeSalvo mit Mary Sullivan
DNA-Beweise verknüpften DeSalvo mit dem Mord an Mary Sullivan, dem letzten Opfer im Fall Boston Strangler.
Ein Geständnis ohne Verurteilung
DeSalvo wurde für die Morde nie verurteilt. Stattdessen erhielt er 1967 eine lebenslange Freiheitsstrafe für unabhängige Überfälle und Vergewaltigungen. Die Polizei räumte selbst ein, dass ihr ohne das Geständnis die nötigen Beweise fehlten – eine Situation, die grundlegende Fragen über die Grundlage des Falles aufwarf.
Beim letzten Opfer, Mary Sullivan, gelang später durch DNA-Beweise eine Verbindung zu DeSalvo. Bei vielen der anderen Opfer blieb jedoch Raum für Zweifel. Einige Überlebende von Angriffen konnten DeSalvo nicht als ihren Angreifer identifizieren.
DNA-Beweis Kriminalfälle
Widerruf und Tod
Noch vor seinem Tod – DeSalvo wurde 1973 im Gefängnis erstochen – zog er sein Geständnis zurück. Diese Wendung hat seitdem weitreichende Spekulationen über seine tatsächliche Schuld ausgelöst. Manche Experten verweisen auf die Möglichkeit mehrerer Täter oder eines falschen Geständnisses, das ohne hinreichende Beweise akzeptiert wurde.
Falsche Geständnisse
Ein ungelöster Grundkonflikt
Der Fall des Boston Strangler verdeutlicht ein zentrales Dilemma der Kriminalgeschichte: Welches Gewicht soll einem Geständnis ohne physische Beweise zukommen – und wie glaubwürdig kann ein solches Geständnis überhaupt sein? DeSalvos Fall ist in den Geschichtsbüchern keineswegs abgeschlossen. Er bleibt ein Thema unter Experten und True-Crime-Interessierten gleichermaßen.
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