Ivan Milat: Der Backpacker-Killer aus Australien
Sieben Morde im Belanglo State Forest erschütterten Australien
Veröffentlicht 6. Juni 2025
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Falldetails
Quick Facts
Klassifizierung:
Fakten
Die Backpacker-Morde von Belanglo
Am 27. Juli 1996 wurde Ivan Robert Marko Milat zu sieben lebenslangen Haftstrafen ohne Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung verurteilt. Der Australier hatte zwischen 1989 und 1992 eine brutale Mordserie begangen, die als die Backpacker-Morde in die Kriminalgeschichte Australiens einging. Seine Opfer waren junge Rucksacktouristen, die im Belanglo State Forest in New South Wales auf grausame Weise getötet wurden.
Insgesamt fielen sieben junge Menschen dem Serienmörder zum Opfer. Unter ihnen waren fünf ausländische Backpacker – drei Deutsche und zwei Briten – sowie zwei Australier aus Melbourne. Zu den identifizierten Opfern zählten die britischen Rucksacktouristen Caroline Clarke und Joanne Walters sowie die deutschen Backpacker Gabor Neugebauer und Anja Habschied.
Die Entdeckung der Leichen
Die ersten Hinweise auf die grausamen Verbrechen kamen am 19. September 1992 ans Licht. An diesem Tag entdeckten zwei Jogger eine Leiche im Belanglo State Forest, einem ausgedehnten Waldgebiet südwestlich von Sydney. Nur einen Tag später, am 20. September, wurde nur 30 Meter entfernt ein weiteres Opfer gefunden.
Zeitlinie
Beginn der Mordserie
Ivan Milat beginnt seine Mordserie an Backpackern im Belanglo State Forest in New South Wales.
Erste Leichenfunde
Zwei Jogger entdecken die erste Leiche im Belanglo State Forest.
Zweites Opfer entdeckt
Nur 30 Meter vom ersten Fundort entfernt wird eine weitere Leiche gefunden. Die Opfer werden als Caroline Clarke und Joanne Walters identifiziert.
Weitere Opfer gefunden
Die Leichen der deutschen Backpacker Gabor Neugebauer und Anja Habschied werden im Wald entdeckt.
Festnahme von Ivan Milat
Ivan Milat wird von der Polizei verhaftet und wegen Mordes angeklagt.
Verurteilung
Ivan Milat wird in allen sieben Mordfällen schuldig gesprochen und zu sieben lebenslangen Haftstrafen ohne Bewährung verurteilt. Zusätzlich erhält er 18 Jahre für weitere Straftaten.
Tod im Gefängnis
Ivan Milat stirbt im Alter von 74 Jahren in Haft, ohne seine Taten jemals gestanden zu haben.
Die beiden ersten Toten wurden als die britischen Backpackerinnen Caroline Clarke und Joanne Walters identifiziert. Ihr Tod sollte das erste Kapitel einer der schlimmsten Serienmordserien in der australischen Kriminalgeschichte werden.
In den folgenden Ermittlungen wurden nach und nach weitere Leichen an verschiedenen Stellen im Wald entdeckt. Im November 1993 fanden Ermittler die Überreste der deutschen Backpacker Gabor Neugebauer und Anja Habschied. Alle Leichen wiesen deutliche Spuren massiver Gewalteinwirkung und Folter auf.
Die Festnahme und der Prozess
Ivan Milat wurde im Mai 1994 festgenommen. Während des Prozesses wurde ihm neben den sieben Morden auch versuchter Mord, Freiheitsberaubung und Raub zur Last gelegt. Das Beweismaterial gegen ihn war erdrückend.
Am 27. Juli 1996 wurde Milat in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen. Zusätzlich zu den sieben lebenslangen Haftstrafen ohne Bewährungsmöglichkeit erhielt er weitere 18 Jahre für versuchten Mord, Freiheitsberaubung und Raub an Paul Onions. Onions hatte Milat 1990 per Anhalter mitgenommen und war nur knapp seinem Schicksal entkommen, als er aus Milats Fahrzeug fliehen konnte.
Der Tod des Killers
Ivan Milat hat sich niemals vollständig zu seinen Verbrechen geäußert. Er starb am 27. Oktober 2019 im Gefängnis, ohne die Morde, für die er verurteilt worden war, jemals gestanden zu haben. Bis zu seinem Tod leugnete er seine Schuld.
Sein Fall markierte einen Wendepunkt für die australische Strafjustiz und machte weltweit auf die Gefahren aufmerksam, denen ausländische Rucksacktouristen in abgelegenen Naturgebieten ausgesetzt sein können. Die Mordserie führte zu verstärkten Sicherheitsmaßnahmen und Warnungen für Backpacker in Australien.
Das Vermächtnis des Terrors
Die Backpacker-Morde von Belanglo State Forest gehören zu den bekanntesten und schockierendsten Kriminalfällen Australiens. Sie zeigten die dunkle Seite des sonst als sicheres Reiseland geltenden Kontinents und führten zu einer intensiven Debatte über die Sicherheit von Tramper-Reisen.
Die Namen der Opfer – Caroline Clarke, Joanne Walters, Gabor Neugebauer, Anja Habschied, Simone Schmidl, Deborah Everist und James Gibson – stehen stellvertretend für alle jungen Menschen, die auf der Suche nach Abenteuer und Freiheit ihr Leben verloren haben.
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