Scientology-Chef wegen Menschenhandels verklagt
Ehemalige Mitglieder werfen David Miscavige Zwangsarbeit vor
Veröffentlicht 6. Juni 2025

Falldetails
Quick Facts
Fakten
Klage vor US-Bundesgericht
David Miscavige, der aktuelle Anführer der Church of Scientology, sieht sich mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Ehemalige Mitglieder haben beim US-Bundesgericht in Florida Klage gegen ihn eingereicht. Sie werfen ihm Menschenhandel und Zwangsarbeit vor.
Die Kläger sind frühere Scientology-Mitglieder, die nach eigenen Angaben bereits als kleine Kinder von ihren Eltern getrennt wurden. Ihnen sei der Zugang zu akkreditierten Schulen verwehrt worden, stattdessen seien sie gezwungen worden, ohne Lohn und ohne Freiheit für die Organisation zu arbeiten.
Systematischer Missbrauch auf Schiffen und in Lagern
Die mutmaßlichen Taten sollen sich laut den Klägern auf dem Kreuzfahrtschiff Freewinds sowie in Scientology-Arbeitslagern in Florida und Australien ereignet haben. Die Freewinds ist ein Schiff, das die Organisation für Kurse und Veranstaltungen nutzt.
Zeitlinie
Einreichung der Klage (genaues Datum unbekannt)
Ehemalige Scientology-Mitglieder reichen bei einem US-Bundesgericht in Florida Klage gegen David Miscavige wegen Menschenhandels und Zwangsarbeit ein.
Schwierigkeiten bei der Zustellung
Medienberichten zufolge gestaltet sich die Zustellung der Klageschrift an David Miscavige schwierig, da er nicht auffindbar ist.
Die ehemaligen Mitglieder schildern systematischen physischen, sexuellen und emotionalen Missbrauch. Ihnen seien die Pässe abgenommen worden, und sie seien massiv unter Druck gesetzt worden, was ein Verlassen der Organisation nahezu unmöglich gemacht habe.
Klage unter US-Menschenhandelsgesetz
Diese Umstände erfüllen nach Ansicht der Kläger die Definition von Menschenhandel, da sie Zwang und Kontrolle über die Freiheit und Ressourcen der Opfer umfassen. Die Klage stützt sich auf den Trafficking Victims Protection Reauthorization Act (TVPRA), ein US-Bundesgesetz zum Schutz von Opfern des Menschenhandels.
Der TVPRA ermöglicht es Betroffenen, zivilrechtlich gegen ihre mutmaßlichen Peiniger vorzugehen und Schadensersatz zu fordern. Das Gesetz wurde speziell geschaffen, um Opfer von Zwangsarbeit, Schuldknechtschaft und anderen Formen der modernen Sklaverei zu schützen.
Offene Fragen im Verfahren
Der genaue Zeitpunkt der Klageeinreichung sowie eine offizielle Stellungnahme von David Miscavige zu den Vorwürfen liegen derzeit nicht vor. Auch über den Status der Zustellung der Klageschrift gibt es keine gesicherten Informationen. Medienberichten zufolge soll es Schwierigkeiten bei der Zustellung an Miscavige gegeben haben.
Die Church of Scientology hat in der Vergangenheit ähnliche Vorwürfe stets zurückgewiesen und als Verleumdungskampagnen ehemaliger Mitglieder bezeichnet. Wie die Organisation und ihr Anführer auf die aktuelle Klage reagieren werden, bleibt abzuwarten.
Zu diesem Fall fragen
Antworten nur aus der Berichterstattung von KrimiNytDiesem Fall folgen
Erhalte eine E-Mail, wenn eine neue Doku, ein Podcast oder ein Buch zu Scientology-Chef wegen Menschenhandels verklagt erscheint oder ein Urteil fällt.

