Southport Stabbing Attack — Messerangriff auf Tanzkurs
Hart Space, Southport, 2024 — gelöst, Täter zu 52 Jahren verurteilt
Veröffentlicht 9. Juni 2026

Falldetails
Quick Facts
Klassifizierung:
Der Fall
Der Southport Stabbing Attack ist ein britischer Mordfall aus dem Jahr 2024, bei dem ein 17-jähriger Täter drei kleine Mädchen bei einem Tanzkurs tötete und zehn weitere Personen zu töten versuchte. Am 29. Juli 2024 betrat Axel Rudakubana das Hart Space Studio in der Hart Street in Southport, Merseyside, wo gerade ein Taylor-Swift-Themenkurs für Kinder stattfand. Ohne ein Wort zu sprechen, griff er mit einem Küchenmesser zunächst das ihm nächste Kind an und setzte die Attacke systematisch fort. Drei Mädchen — Elsie Dot Stancombe (7), Bebe King (6) und Alice da Silva Aguiar (9) — starben an ihren Verletzungen. Zehn weitere Personen, darunter Kinder und Erwachsene, wurden verletzt.
Der Fall löste landesweite Trauer und intensive Debatten über Jugendgewalt und die Überwachung gefährdeter Jugendlicher aus. Am 23. Januar 2025 wurde Rudakubana am Liverpool Crown Court zu lebenslanger Haft mit einer Mindeststrafe von 52 Jahren verurteilt, nachdem er sich zu Beginn seines Prozesses in allen Anklagepunkten schuldig bekannt hatte.
Das Verbrechen
Am Vormittag des 29. Juli 2024 fand im Hart Space Studio ein Ferienprogramm für Kinder statt. Der Workshop mit Taylor-Swift-Thematik richtete sich an junge Mädchen, die zu der Musik der Popsängerin tanzen und kreativ arbeiten wollten. Gegen 11:50 Uhr betrat Axel Rudakubana, damals 17 Jahre alt, das Studio in der Hart Street.
Zeitlinie
Massenmesserangriff im Hart-Space-Studio
Axel Rudakubana, 17, betrat einen Taylor-Swift-thematisierten Tanzworkshop und stach mehrere Kinder nieder, tötete drei Mädchen und versuchte, zehn weitere zu töten. Er wurde noch am Tatort festgenommen.
Strafrechtliche Anklage erhoben
Rudakubana wurde wegen dreifachen Mordes, zehnfachen Mordversuchs sowie Besitzes einer scharfen Waffe angeklagt.
Weitere Anklagepunkte hinzugefügt
Die Staatsanwaltschaft fügte Anklagepunkte wegen Besitzes von Rizin (einem biologischen Toxin) sowie Besitzes eines Dokuments zu terroristischen Zwecken hinzu.
Schuldeingeständnis abgelegt
Zu Beginn seines Prozesses vor dem Liverpool Crown Court bekannte sich Rudakubana in allen Anklagepunkten schuldig.
Lebenslange Haftstrafe verhängt
Das Liverpool Crown Court verurteilte Rudakubana zu lebenslanger Haft mit einer Mindestverbüßungsdauer von 52 Jahren vor einer möglichen Bewährung.
Laut Ermittlungsbehörden handelte Rudakubana wortlos und zielgerichtet. Er griff sofort das Kind an, das ihm am nächsten stand, und attackierte dann weitere Kinder und anwesende Erwachsene, die versuchten einzugreifen oder die Kinder zu schützen. Die Attacke ereignete sich innerhalb weniger Minuten, hinterließ aber verheerenden Schaden. Die drei getöteten Mädchen erlitten tödliche Stichverletzungen. Zehn weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt.
Augenzeugen beschrieben Szenen des Chaos und der Panik. Anwohner und Passanten hörten Schreie aus dem Studio und alarmierten die Polizei. Mehrere Erwachsene, darunter Tanzlehrerinnen und Betreuungspersonen, zeigten außergewöhnlichen Mut, indem sie versuchten, die Kinder zu schützen und den Angreifer zu stoppen, wobei sie selbst verletzt wurden.
Die Opfer
Die drei getöteten Mädchen waren Elsie Dot Stancombe, sieben Jahre alt, Bebe King, sechs Jahre alt, und Alice da Silva Aguiar, neun Jahre alt. Sie hatten an dem Tanzkurs teilgenommen, um einen unbeschwerten Ferientag zu verbringen. Ihre Familien beschrieben sie als fröhliche, lebenslustige Kinder, die Musik und Tanzen liebten.
Alice da Silva Aguiar wurde als energiegeladenes Mädchen erinnert, das gern Zeit mit Freundinnen verbrachte. Bebe King war die jüngste der drei, ein Kind mit großer Begeisterung für kreative Aktivitäten. Elsie Dot Stancombe wurde als liebevolles Mädchen mit einer strahlenden Persönlichkeit beschrieben.
Zehn weitere Personen überlebten den Angriff mit Verletzungen unterschiedlicher Schwere. Darunter waren weitere Kinder sowie Erwachsene, die eingegriffen hatten. Die psychischen Folgen der Tat für die Überlebenden, ihre Familien und die gesamte Gemeinschaft von Southport sind bis heute spürbar.
Ermittlung
Die Polizei von Merseyside traf innerhalb von Minuten am Tatort ein. Rudakubana wurde noch vor Ort festgenommen und in Gewahrsam genommen. Die Ermittler sicherten umfangreiche Spuren im Hart Space Studio und befragten Zeugen, darunter Überlebende und Ersthelfer.
Am 31. Juli 2024, zwei Tage nach der Tat, erhob die Crown Prosecution Service (CPS) Anklage gegen Rudakubana. Die Anklagepunkte umfassten drei Fälle von Mord, zehn Fälle von versuchtem Mord sowie den Besitz einer Stichwaffe in der Öffentlichkeit. Die Ermittlungen konzentrierten sich darauf, das Motiv des Täters zu verstehen und mögliche Hinweise auf eine Vorplanung zu identifizieren.
Im Oktober 2024 weiteten sich die Ermittlungen aus, als zusätzliche Anklagen erhoben wurden. Rudakubana wurde des Besitzes von Ricin, einem hochgiftigen biologischen Stoff, und des Besitzes eines Dokuments für terroristische Zwecke angeklagt. Diese Entwicklungen warfen neue Fragen über das Ausmaß seiner Planung und seine Absichten auf.
Die Behörden arbeiteten eng mit forensischen Experten zusammen, um alle Beweise zu analysieren. Die Untersuchung umfasste auch eine Prüfung von Rudakubanas Hintergrund, seiner Online-Aktivität und möglichen Warnzeichen, die im Vorfeld übersehen worden sein könnten.
Prozess und Urteil
Der Prozess gegen Axel Rudakubana begann am 20. Januar 2025 am Liverpool Crown Court. Zu Beginn der Verhandlung bekannte sich Rudakubana in allen Anklagepunkten schuldig: dreifacher Mord, zehnfacher versuchter Mord, Besitz einer Stichwaffe sowie die zusätzlichen Anklagen im Zusammenhang mit Ricin und terroristischem Material.
Das Schuldbekenntnis ersparte den Familien der Opfer und den Überlebenden die Belastung einer ausgedehnten Beweisaufnahme. Staatsanwälte legten dem Gericht dennoch die Schwere und Brutalität der Tat dar. Sie betonten die Wehrlosigkeit der Opfer, die gezielte Auswahl eines Ortes voller Kinder und die akribische Vorbereitung, die Rudakubana getroffen hatte.
Am 23. Januar 2025 verkündete das Gericht das Urteil: lebenslange Haft mit einer Mindeststrafe von 52 Jahren. Das bedeutet, dass Rudakubana frühestens nach 52 Jahren eine Überprüfung seiner Haftbedingungen beantragen kann. Der Richter würdigte das Leid der Opferfamilien und den Mut derjenigen, die versucht hatten, die Kinder zu schützen.
Das Urteil wurde als eine der längsten Mindeststrafen für einen jugendlichen Täter in der jüngeren britischen Rechtsgeschichte gewertet und spiegelte die außergewöhnliche Schwere der Tat wider.
Heute
Der Fall bleibt ein Wendepunkt in der britischen Debatte über Jugendgewalt, die Früherkennung gefährdeter Jugendlicher und den Schutz öffentlicher Räume. Im Anschluss an die Verurteilung hat die britische Regierung eine öffentliche Untersuchung eingeleitet, um zu analysieren, wie ein solcher Angriff hätte verhindert werden können. Der Phase-1-Bericht der Southport Inquiry wurde veröffentlicht und enthält Empfehlungen zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Behörden, Schulen und Sozialeinrichtungen.
Die Gemeinschaft in Southport hat sich in bemerkenswerter Weise zusammengefunden. Gedenkveranstaltungen für Elsie, Bebe und Alice wurden abgehalten, und ein Fonds zur Unterstützung der betroffenen Familien wurde eingerichtet. Taylor Swift selbst äußerte ihre Trauer über die Ereignisse und spendete für die Hinterbliebenen.
Die Überlebenden und ihre Familien erhalten weiterhin psychologische Unterstützung. Viele von ihnen haben öffentlich über die langfristigen Auswirkungen des Traumas gesprochen und fordern bessere Ressourcen für die Bewältigung solcher Gewalttaten.
Der Fall hat auch eine Diskussion über die Berichterstattung über jugendliche Straftäter ausgelöst. Obwohl Rudakubana zum Zeitpunkt der Tat minderjährig war, entschieden die Gerichte, seinen Namen öffentlich zu machen, was in Großbritannien ungewöhnlich ist. Diese Entscheidung wurde mit dem außergewöhnlichen öffentlichen Interesse und der Schwere der Verbrechen begründet.
Die Southport-Attacke bleibt ein schmerzhaftes Kapitel in der britischen Kriminalgeschichte. Sie hat Familien zerstört, eine Gemeinschaft erschüttert und landesweite Fragen über Sicherheit, Prävention und die Verantwortung der Gesellschaft gegenüber ihren jüngsten Mitgliedern aufgeworfen. Die Namen Elsie, Bebe und Alice werden als Mahnung und Erinnerung weiterleben.
Medienberichterstattung
TV series
- Kriminelt: The Knife Killing of the Dance Girl(2026)
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