The Doodler: Der ungeklärte Serienmordsfall aus San Francisco
Ein unbekannter Täter tötete zwischen Januar 1974 und September 1975 sechs Männer in San Francisco – die Ermittlungen laufen bis heute.
Veröffentlicht 6. Juni 2025

Klassifizierung:
Fakten
Der Fall in Kürze
Zwischen Januar 1974 und September 1975 tötete ein bis heute unbekannter Täter in San Francisco, Kalifornien, sechs Männer. Der Unbekannte ist ausschließlich unter dem Spitznamen „The Doodler“ bekannt und wurde nie angeklagt, verurteilt oder auch nur formell beschuldigt. Das San Francisco Police Department (SFPD) behandelt den Fall als aktive Cold-Case-Ermittlung und hat die Arbeit daran in jüngerer Zeit intensiviert.
Alle sechs bestätigten Mordopfer werden als kaukasische Männer beschrieben. Darüber hinaus werden drei Personen, die Angriffe überlebten, dem Fall als Überfallsopfer zugerechnet. Der Fall gilt als einer der bekanntesten ungeklärten Serienmord Fälle San Franciscos aus den 1970er-Jahren.
Die Taten
Nach Erkenntnissen der Ermittler soll der Täter seine Opfer vor den Angriffen gezeichnet haben – Karikaturen, die ihm seinen Spitznamen einbrachten. Die Polizei geht davon aus, dass er über seine Zeichnungen an öffentlichen Orten Kontakt zu den Opfern aufnahm und so eine Verbindung herstellte, bevor er sie angriff.
Zeitlinie
Gerald Cavanagh tot nahe Ocean Beach gefunden
Im Januar 1974 wird Gerald Cavanagh nahe Ocean Beach in San Francisco gefunden. Er gilt als das erste bekannte Opfer in dem Fall.
Joseph 'Jae' Stevens und Klaus Christmann 1974 getötet
Im Laufe des Jahres 1974 wird Joseph 'Jae' Stevens im Bereich des Golden Gate Park getötet, und auch Klaus Christmann wird tot aufgefunden. Die Jahreszahl ist bestätigt, die genauen Daten sind nicht verifiziert.
Warren Andrews bei Land's End angegriffen
Am 27. April 1975 wird Warren Andrews bei Land's End angegriffen. Er stirbt später an seinen Verletzungen und gilt bei der SFPD als sechstes Mordopfer.
Frederick (Fred) Capin tot aufgefunden
Am 12. Mai 1975 wird Frederick Capin tot in San Francisco aufgefunden, ein weiteres Opfer, das mit dem unidentifizierten Täter in Verbindung gebracht wird.
Harald Gullberg tot aufgefunden
Am 4. Juni 1975 wird Harald Gullberg tot aufgefunden. Er ist das fünfte bestätigte Mordopfer im Fall 'The Doodler'.
Mordserie endet — kein Täter festgenommen
September 1975 markiert den von den meisten Quellen gestützten Endpunkt der bekannten Mordserie. Kein Täter wird identifiziert oder festgenommen.
SFPD veröffentlicht Tonaufnahme und aktualisierte Phantombilder
Im Rahmen der laufenden Cold-Case-Ermittlung veröffentlicht die SFPD einen Audioclip eines Verdächtigen sowie ein Altersprogressionsporträt und erhöht die Belohnung in dem Fall.
Die Taten ereigneten sich an und um mehrere bekannte Orte in San Francisco: Ocean Beach, der Golden Gate Park, Land's End und der Lincoln Park – allesamt öffentlich zugängliche Freiflächen, die zur Tatzeit stark frequentiert waren.
Die sechs bestätigten Mordopfer sind:
- Gerald Cavanagh – erstes bekanntes Opfer; im Januar 1974 nahe Ocean Beach aufgefunden.
- Joseph „Jae“ Stevens – 1974 getötet; im Bereich des Golden Gate Parks aufgefunden.
- Klaus Christmann – 1974 tot aufgefunden.
- Frederick (Fred) Capin – am 12. Mai 1975 tot aufgefunden.
- Harald Gullberg – am 4. Juni 1975 tot aufgefunden.
- Warren Andrews – am 27. April 1975 bei Land's End angegriffen; er erlag später seinen Verletzungen und wird vom SFPD als sechstes Opfer geführt.
Neben den sechs Getöteten werden drei Überlebende von Angriffen als Überfallsopfer im Fall geführt.
Ermittlungen
Die Ermittlungen im Fall „The Doodler“ erstrecken sich über Jahrzehnte. Das SFPD hat die Arbeit an dem Cold Case mehrfach mit aktualisierten forensischen Methoden wiederaufgenommen.
In jüngerer Zeit veröffentlichte die Behörde aktualisierte Phantomzeichnungen des Tatverdächtigen, darunter ein altersprogressives Porträt. Außerdem stellte das SFPD eine Tonaufnahme online, die den Verdächtigen zeigen soll, in der Hoffnung, dass jemand die Stimme wiedererkennt. Zudem wurde die Belohnung in dem Fall erhöht, um Zeugen oder Personen mit Hinweisen zur Meldung zu bewegen.
Eine DNA-Identifizierung oder eine Festnahme als Ergebnis dieser Maßnahmen wurde bislang nicht bekanntgegeben. Der Fall bleibt ungeklärt.
Kein Prozess, kein Urteil
Es gibt weder ein Gerichtsverfahren noch ein Urteil in diesem Fall. Keine Person wurde je angeklagt oder einem Richter vorgeführt. Da der Täter bis heute unbekannt ist, hatte die amerikanische Justiz – in diesem Fall unter der Zuständigkeit des Bundesstaates Kalifornien – bislang keine Möglichkeit, Anklage zu erheben.
truecrime.news verzichtet bewusst auf Spekulationen über mögliche Verdächtige, da keine Person rechtlich mit dem Fall in Verbindung gebracht wurde.
Der Fall heute
Das SFPD behandelt den Fall „The Doodler“ weiterhin als aktive ungeklärte Mordserie Cold-Case-Ermittlung. Behörden und Medien haben dem Fall in den vergangenen Jahren erneut Aufmerksamkeit gewidmet, um eine Aufklärung voranzutreiben.
Die Veröffentlichung der Tonaufnahme, die aktualisierten Phantomzeichnungen und die erhöhte Belohnung sind Teile einer koordinierten Bemühung, neue Zeugen zu gewinnen. Auch forensische Methoden werden im Rahmen der laufenden Cold-Case-Arbeit erneut eingesetzt.
Für die Angehörigen der sechs bestätigten Opfer – Gerald Cavanagh, Joseph „Jae“ Stevens, Klaus Christmann, Frederick Capin, Harald Gullberg und Warren Andrews – ist der Fall nach wie vor offen und unabgeschlossen. Auch die drei Überlebenden der Angriffe sind weiterhin Teil der aktiven Ermittlungen.
Wer Hinweise zu dem Fall hat, wird vom SFPD gebeten, sich bei der Polizei zu melden.
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