Albert Fish: Serienmörder und Kannibale aus den USA
Der Fall Grace Budd und die Verbrechen eines der grausamsten Täter der amerikanischen Kriminalgeschichte
Veröffentlicht 6. Juni 2025

Klassifizierung:
Fakten
Albert Fish wurde 1870 unter dem Namen Hamilton Fish geboren und gilt als eine der dunkelsten Gestalten der amerikanischen Kriminalgeschichte. Der Serienmörder verübte grausame Verbrechen an Kindern, die Entführung, Mord und Kannibalismus umfassten.
Die Entführung von Grace Budd
Im Juni 1928 entführte Fish die zehnjährige Grace Budd aus Irvington im Bundesstaat New York. Um das Vertrauen der Familie zu gewinnen, hatte er sich zuvor unter falschem Namen eingeschlichen. Er gab sich als Farmer namens Frank Howard aus, der angeblich aus Farmingdale beziehungsweise Westchester County stammte.
Fish brachte das Mädchen zu einem Haus namens Wisteria Cottage in der Mountain Road 359 in Westchester County. Dort erdrosselte er Grace Budd. Anschließend zerstückelte er die Leiche, indem er den Kopf abtrennte und den Körper zerlegte.
Zeitlinie
Albert Fish geboren
Hamilton Howard "Albert" Fish wird am 19. Mai 1870 in den USA geboren.
Francis X. McDonnell getötet
Der 8-jährige Francis X. McDonnell wird am 15. Juli 1924 getötet. Der Fall ist dokumentiert, fließt aber nicht in die endgültige Verurteilung von Fish ein.
Billy Gaffney getötet
Der 4-jährige Billy Gaffney wird am 11. Februar 1927 getötet. Der Fall ist dokumentiert, fließt aber nicht in die endgültige Verurteilung von Fish ein.
Grace Budd in New York entführt und ermordet
Die 10-jährige Grace Budd wird am 3. Juni 1928 in New York entführt und ermordet. Dieser Fall bildet die Grundlage für die Verurteilung von Albert Fish.
Fish in White Plains wegen Mordes ersten Grades verurteilt
Am 11. März 1935 wird Albert Fish vor Gericht in White Plains, New York, im Fall Grace Budd des Mordes ersten Grades für schuldig befunden.
Albert Fish im Sing Sing Prison hingerichtet
Albert Fish wird am 16. Januar 1936 im Alter von 65 Jahren im Sing Sing Prison auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet.
Das Geständnisschreiben als Wendepunkt
Über sechs Jahre nach dem Mord, im November 1934, schrieb Fish einen Brief an die Eltern von Grace Budd. Das auf den 11. November 1934 datierte Schreiben enthielt detaillierte Schilderungen der Tat in erschreckender Genauigkeit. Dieser Brief wurde zum entscheidenden Durchbruch in den polizeilichen Ermittlungen.
Die Knochen von Grace Budd wurden später hinter dem Wisteria Cottage in Westchester County gefunden.
Verurteilung wegen mehrerer Morde
Nach seiner Verhaftung wurde Fish vor Gericht gestellt. Er wurde des Mordes ersten Grades an Grace Budd für schuldig befunden sowie der Tötung des vierjährigen Billy Gaffney und des achtjährigen Francis McDonnell.
Bei den polizeilichen Verhören gestand Fish die Morde. Der Prozess dauerte elf Tage. Seine Verteidigung argumentierte, Fish sei aufgrund von Geisteskrankheit schuldunfähig und beantragte einen Freispruch wegen Unzurechnungsfähigkeit. Das Gericht wies diesen Antrag jedoch zurück.
Urteilsverkündung und Hinrichtung
Das amerikanische Gericht befand Albert Fish für schuldig und verurteilte ihn zum Tod auf dem elektrischen Stuhl. Die Hinrichtung wurde vollstreckt, womit eines der grausamsten Kapitel der US-Kriminalgeschichte zu Ende ging.
Der Fall Albert Fish wird in der Kriminologie bis heute intensiv untersucht. Er gilt als Beispiel für einen Serienmörder ohne psychotische Symptome, der sich der Natur seiner Handlungen vollständig bewusst war und dennoch zu den abscheulichsten Taten fähig war.
Quellen
- Oxygen Crime News: How Albert Fish Was Caught for Grace Budd's Murder - Wikipedia: Albert Fish - EBSCO Research Starters: Albert Fish
Medienberichterstattung
Documentaries
- Albert Fish: Der Kannibale, der Amerika terrorisierte(2026)
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