Fallakte

Das Valentinstag-Massaker: Capones mutmaßlicher Plan

Sieben Männer erschossen – der Fall bis heute ungeklärt

🇺🇸 Amerikanisch

Veröffentlicht 6. Juni 2025

A figure resembling Al Capone stands in a late 1920s Chicago street, wearing a tailored suit and fedora, near an abandoned car with bullet-riddled windows, capturing the aftermath of a gangland shooting.
BEWEIS

Sieben Männer wurden am 14. Februar 1929 in einer Garage an der North Clark Street 2122 in Chicago brutal erschossen. Die Opfer waren Mitglieder und Vertraute der North Side Gang unter der Führung von George „Bugs“ Moran. Das Ereignis ging als Valentinstag-Massaker in die Geschichte ein – eines der berüchtigtsten Verbrechen der amerikanischen Gangsterkriminalität.

Täter tarnen sich als Polizisten

In den frühen Morgenstunden gaben sich die Täter als Polizeibeamte aus. Zwei von ihnen trugen explizit Polizeiuniformen, was ihnen ermöglichte, die Garage ohne nennenswerten Widerstand zu betreten. Sobald die bewaffneten Männer drinnen waren, wurden die sieben Opfer an die Wand gestellt.

Dann eröffneten sie das Feuer. Eingesetzt wurden Thompson-Maschinenpistolen sowie eine abgesägte Schrotflinte. Insgesamt wurden rund 70 Schüsse aus den Thompsons und ein Schuss aus der Schrotflinte abgefeuert. Sechs Opfer starben sofort. Das siebte überlebte zunächst, weigerte sich jedoch, die Täter zu identifizieren.

Zeitlinie

14. Februar 1929

Das Massaker in der Garage

Sieben Männer der North Side Gang wurden in einer Garage in der 2122 North Clark Street an die Wand gestellt und mit Thompson-Maschinenpistolen und einer abgesägten Schrotflinte erschossen. Sechs starben sofort, der siebte überlebte kurze Zeit.

14. Februar 1929

George 'Bugs' Moran entgeht dem Tod

Das eigentliche Ziel, George 'Bugs' Moran, Anführer der North Side Gang, war nicht anwesend, da er zu spät zum Treffen in der Garage kam.

14. Februar 1929

Frank Gusenberg weigert sich, Täter zu identifizieren

Frank Gusenberg, der einzige kurzzeitig Überlebende, weigerte sich bis zu seinem Tod, die Angreifer zu identifizieren.

1. Januar 1929

Fall bleibt ungeklärt

Trotz weitverbreiteten Verdachts gegen Al Capone wurde niemand für das Massaker angeklagt oder strafrechtlich verfolgt. Capone befand sich zur Tatzeit im Urlaub in Miami, Florida.

Das eigentliche Ziel entkam

Das vermutliche Hauptziel des Massakers war George „Bugs“ Moran selbst, der Anführer der North Side Gang. Er war jedoch nicht anwesend – er traf zu spät zu dem Treffen in der Garage ein und entging so dem Tod.

Al Capone

Al Capone, Chef des Chicago Outfit und Morans größter Rivale, wurde weithin verdächtigt, das Massaker orchestriert zu haben. Doch es gab ein entscheidendes Problem für die Ermittler: Capone befand sich zu dieser Zeit im Urlaub in Florida – weit entfernt vom Tatort in Miami.

Niemand wurde je angeklagt

Trotz des breiten Verdachts wurde Al Capone nie wegen des Massakers angeklagt. Auch ein weiterer Verdächtiger, Fred Burke, als notorischer Räuber und Schütze bekannt und eng mit Capone verbunden, wurde juristisch nie mit dem Massaker in Verbindung gebracht.

Chicago Outfit

Niemand wurde jemals für die Morde strafrechtlich verfolgt. Der Fall ist bis heute offiziell ungeklärt.

Amerikanische Gangsterkriminalität

Das Valentinstag-Massaker bleibt damit eines der großen ungelösten Rätsel der Kriminalgeschichte – ein brutaler Kriegsakt im Chicagoer Bandenkrieg, dessen Hintermänner und Täter nie vor Gericht standen.

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