Fallakte

Der Mord an Byron Griffy — Tod eines Bestatters in Colorado

Florence, Colorado, USA — weitgehend aufgeklärter Mordfall mit ungeklärten Restfragen

🇺🇸 Amerikanisch

Veröffentlicht 2. Juni 2026

BEWEIS

Fakten

TäterAnthony Wright (guilty, accessory); Charles Giebler (charged, died 2013)
OpferByron Paul Griffy (76 years old)
TatortFowler, Colorado, USA
TatzeitpunktOctober 12, 2012
DeliktFirst-degree murder

Der Fall

Der Mord an Byron Griffy ist ein US-amerikanischer Kriminalfall aus der Kleinstadt Florence im Bundesstaat Colorado. Im Zentrum steht der ältere Bestatter Byron Griffy, der unter ungeklärten Umständen starb und dessen Tod später als Tötungsdelikt eingestuft wurde. Der Fall ist in der amerikanischen True-Crime-Berichterstattung auch als „Rocky Mountain Mortician Murder“ bekannt geworden.

Griffy war in seiner Gemeinde eine bekannte Persönlichkeit. Als Bestatter hatte er über Jahrzehnte hinweg Kontakt zu zahlreichen Familien in der Region, was seinem späteren gewaltsamen Tod eine besondere lokale Brisanz verlieh. Die Ermittlungen entwickelten sich zu einem der spektakulärsten Fälle in der jüngeren Geschichte des Fremont County.

Das Verbrechen

Nach den verfügbaren Informationen wurde Byron Griffy in Florence, Colorado, tot aufgefunden. Die genauen Tatumstände — Tatzeit, Tatwaffe und unmittelbarer Ablauf — sind in den öffentlich zugänglichen Quellen nicht abschließend dokumentiert. Berichte beschreiben den Fall jedoch als von „Lügen, Täuschung und Manipulation“ geprägt; Ermittler mussten lange klären, ob es sich überhaupt um ein Tötungsdelikt und nicht um einen natürlichen oder unfallbedingten Tod handelte.

Zeitlinie

12. Oktober 2012

Byron Paul Griffy tot aufgefunden in Fowler, Colorado

Der 76-jährige Bestatter Byron Paul Griffy wurde am 12. Oktober 2012 erschossen in seinem Haus in Fowler, Colorado, aufgefunden. Todesursache war eine Schusswunde im Hinterkopf.

1. August 2013

Anthony Wright wegen Mordes ersten Grades angeklagt

Im August 2013 erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen Anthony Wright wegen Mordes ersten Grades im Zusammenhang mit dem Tod von Byron Griffy.

1. Januar 2013

Charles Giebler verstirbt vor Prozessbeginn

Charles Giebler, den die Staatsanwaltschaft ebenfalls in den Fall verwickelt sah, verstarb 2013 und wurde nie vor Gericht gestellt.

1. Januar 2015

Wrights erster Prozess endet mit Mistrial

Anthony Wrights Prozess 2015 vor einem staatlichen Gericht in Colorado endete mit einem Mistrial, da die Jury zu keiner einstimmigen Entscheidung kommen konnte.

1. Januar 2017

Wright bekennt sich schuldig – 10 Jahre Bewährung

Im Januar 2017 legte Anthony Wright ein Schuldbekenntnis wegen Beihilfe zum Mord ersten Grades ab und wurde vor einem staatlichen Gericht in Colorado zu 10 Jahren Bewährung verurteilt.

Diese Unsicherheit in der frühen Phase der Untersuchung ist charakteristisch für den Fall. Erst durch die Auswertung von Aussagen und Indizien verfestigte sich der Verdacht, dass Griffy Opfer eines Verbrechens geworden war. In den Mittelpunkt der Ermittlungen rückten dabei zwei Männer: Charles Giebler und Anthony Wright. Beide Namen tauchen in der medialen Aufarbeitung als zentrale Figuren auf, ohne dass die jeweilige Rolle in der öffentlich zugänglichen Berichterstattung vollständig nachvollziehbar wäre.

Die Opfer

Byron Griffy war ein älterer Bestatter aus Florence, einer Kleinstadt mit wenigen tausend Einwohnern im Süden Colorados. In dieser eng vernetzten Gemeinde war sein Beruf mit einer besonderen Vertrauensstellung verbunden. Bestatter sind in solchen Gemeinden oft Ansprechpartner über Generationen hinweg.

Zugleich wirft die Berichterstattung ein zwiespältiges Licht auf das Opfer: Im Jahr 2011 wurden gegen Griffy Vorwürfe sexueller Übergriffe erhoben. Diese Anschuldigungen werden in der Aufarbeitung des Falls als möglicher Kontext für spätere Ereignisse erwähnt, ohne dass sie strafrechtlich abschließend geklärt worden wären. Sie tragen dazu bei, dass der Fall in einer True-Crime-Dokumentation als Geschichte mit ungewöhnlich vielen Grauzonen dargestellt wird.

Ermittlung

Die Ermittlungen begannen mit der Frage, ob Griffys Tod überhaupt strafrechtliche Relevanz hatte. Erst nach und nach verfestigte sich die These eines Tötungsdelikts. Ermittler in Florence und im Fremont County sammelten Hinweise, die schließlich auf Charles Giebler und Anthony Wright deuteten.

In der medialen Darstellung wird die Untersuchung als Mischung aus klassischer Spurenarbeit und schwierigem Umgang mit widersprüchlichen Aussagen beschrieben. Die Berichterstattung verweist auf Täuschungsmanöver und manipulative Verhaltensweisen im Umfeld der Verdächtigen, die die Beweisführung erschwerten. Auch die zuvor erhobenen Vorwürfe gegen Griffy aus dem Jahr 2011 spielten eine Rolle, weil sie potenzielle Motive und Konfliktlinien sichtbar machten.

Prozess und Urteil

Die verfügbaren Quellen deuten darauf hin, dass mindestens eine Person im Zusammenhang mit dem Tod von Byron Griffy verurteilt wurde. Genaue Angaben zu Gericht, Anklagepunkten, Urteilsdatum und Strafmaß lassen sich aus der öffentlich zugänglichen Berichterstattung jedoch nicht zweifelsfrei rekonstruieren. Auch ob beide genannten Männer — Giebler und Wright — angeklagt wurden oder nur einer von ihnen am Ende schuldig gesprochen wurde, geht aus den verfügbaren Quellen nicht eindeutig hervor.

Die serielle Aufarbeitung beschreibt den Fall daher treffend als „irgendwie gelöst und zugleich ungelöst“ — ein Hinweis darauf, dass zwar eine juristische Aufklärung stattgefunden hat, viele Detailfragen jedoch öffentlich offen bleiben.

Heute

Der Fall gilt heute als weitgehend aufgeklärt, wird in der True-Crime-Szene aber weiterhin als ungewöhnlich vielschichtig diskutiert. Die Kombination aus dem Beruf des Opfers, den umstrittenen Vorwürfen aus dem Jahr 2011 und der schwierigen Beweislage hat dem Fall anhaltende mediale Aufmerksamkeit beschert.

Neue Aufmerksamkeit erhielt der Fall durch eine YouTube-Dokumentation sowie ein Serienformat, das den Fall einem überregionalen Publikum vorgestellt hat. Diese Formate haben dazu beigetragen, dass der „Rocky Mountain Mortician Murder“ über die Grenzen Colorados hinaus bekannt wurde. Gleichzeitig zeigt der Fall exemplarisch, wie schwierig die endgültige Aufklärung von Tötungsdelikten in Kleinstädten sein kann, wenn Opfer- und Täterrollen in den Augen der Öffentlichkeit nicht eindeutig sind.

Medienberichterstattung

TV series

  • The Rocky Mountain Mortician Murder(2026)

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