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Fritz Haarmann: Der Vampir von Hannover

Eine neue Dokumentarserie beleuchtet die Verbrechen des Serienmörders Fritz Haarmann, der in den 1920er-Jahren mindestens 24 junge Männer ermordete.

Streamt auf Tubi
Von
KrimiNyt Redaktionen

Fritz Haarmann mordete zwischen 1918 und 1924 in Hannover mindestens 24 junge Männer und wurde damit zu einem der berüchtigtsten Serienmörder der deutschen Geschichte. Eine neue Dokumentarserie auf der Streamingplattform Tubi rekonstruiert nun seine Verbrechen und bettet sie in den historischen Kontext der Weimarer Republik ein.

Wer war Fritz Haarmann?

Fritz Haarmann wurde 1879 in Hannover geboren und fiel bereits früh durch kriminelles Verhalten auf. Nach dem Ersten Weltkrieg kehrte er in eine Stadt zurück, die – wie ganz Deutschland – von Armut, Inflation und politischem Chaos zerrissen war. Haarmann nutzte dieses gesellschaftliche Vakuum aus: Er gab sich gegenüber seinen Opfern als Polizeibeamter aus und gewann so ihr Vertrauen. Serienmörder Deutschland

Die Opfer: Junge Männer auf der Suche nach Arbeit

Die meisten seiner Opfer waren obdachlose Jugendliche und junge Männer, die am Hauptbahnhof Hannover ankamen – auf der Suche nach Arbeit, Unterkunft oder einer Mahlzeit. Haarmann sprach sie gezielt an und lockte sie in seine Wohnung. Dort tötete er sie. Die genaue Zahl seiner Opfer ist bis heute nicht abschließend geklärt; Ermittler gehen davon aus, dass die tatsächliche Opferzahl die offiziell bestätigten 24 Fälle übersteigt. Weimarer Republik Verbrechen

Besonders verstörend: Haarmann verkaufte die Kleidung und den Besitz seiner Opfer weiter. Dunkle Gerüchte, die bis heute nicht vollständig widerlegt sind, besagen zudem, dass er das Fleisch der Getöteten auf dem Schwarzmarkt veräußerte – was ihm den makabren Beinamen „Vampir von Hannover“ einbrachte.

Der Prozess und die Hinrichtung

Im Jahr 1924 wurde Haarmann vor Gericht gestellt. Der Prozess erregte in ganz Deutschland Aufsehen und wurde intensiv von der Presse verfolgt. Am Ende stand die Verurteilung wegen 24-fachen Mordes und die Verhängung der Todesstrafe. Im April 1925 wurde Fritz Haarmann in Hannover durch die Guillotine hingerichtet. Todesstrafe Geschichte

Ein Mörder im gesellschaftlichen Zusammenbruch

Die Dokumentarserie stellt Haarmanns Verbrechen in einen breiteren historischen Rahmen: Wie konnte ein Serienmörder jahrelang unentdeckt in einer deutschen Großstadt operieren? Die Antwort liegt laut der Serie im sozialen Kollaps der Weimarer Republik. Hyperinflation, Massenarbeitslosigkeit und politische Instabilität lähmten staatliche Institutionen und machten vulnerable Bevölkerungsgruppen – darunter viele mittellose Jugendliche – zu leichten Zielen.

Die Serie ist auf der Streamingplattform Tubi abrufbar.

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